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Unternehmer-Zwillinge Michel : Die doppelten Gründer

„Unsere Stärken sind komplementär“: Alexander und Benjamin (links) Michel, Erfinder von Dwins Bild: Nerea Lakuntza

Alexander und Benjamin Michel wollen mit einer unabhängigen Konto-App die Finanzwelt verändern. Dass die Zwillingsbrüder ihr Start-up gemeinsam gegründet haben, sei ein „Riesenvorteil“. Doch der Weg ist steinig.

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          Fünf Minuten hat Alexander Michel seinem Bruder Benjamin voraus. Fünf Minuten, die darüber entschieden, dass Alexander als zweiter Sohn der Familie Er­satzdienst leisten musste, Benjamin als Nummer drei aber nicht. So war es bis vor einigen Jahren noch üblich. Jetzt sitzen die beiden Männer in einem kleinen Büro im Frankfurter Bankenviertel und grinsen über diese Geschichte. Alexander und Benjamin Michel sind zweieiige Zwillinge, und sie sehen einander nicht nur verblüffend ähnlich, sondern sie entsprechen auch einer anderen Vorstellung, die man von Zwillingen oft hat: Sie sind fast unzertrennlich.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seit 2015 führen die Brüder gemeinsam ein Finanz-Start-up, das sie mit Sando Sonntag und Florian Hirsch gegründet haben und mit dessen Namen sie be­reits auf ihre persönliche Verbindung Be­zug nehmen: Es heißt Dwins, in Anlehnung an das englische Wort „Twins“ („Zwillinge“). Das junge Unternehmen setzt auf eine Banking-App namens Finanzguru, die ihren Kunden als zentrale Finanzverwaltung dienen soll. Ihr Ansatz führte Michels unter anderem in die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ und in die Vorstandsetage der Deutschen Bank. Dahinter steckt die Geschichte darüber, wie hart Gründer um Kapital kämpfen müssen - und wie schwer es ist, eine App für Endkunden zu platzieren.

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