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Wertvollste Unternehmen : Die deutsche Wirtschaft nicht abschreiben

Bei BASF in Ludwigshafen: Die Chemieindustrie würde unter einer Gasrationierung stark leiden. Bild: BASF SE

Niemand braucht die deutsche Wirtschaft vorzeitig abzuschreiben – Gaskrise hin, Personalmangel her. Hiesige Konzerne haben mehr als einmal bewiesen, dass sie sich zuweilen schneller als andere auf neue Herausforderungen einstellen können.

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          Kürzlich sorgte eine Schlagzeile für Aufregung in der Unternehmenswelt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten befand sich in der Auflistung der 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen kein deutsches mehr. An der Spitze stand mit Saudi Aramco ausgerechnet ein Öl­konzern, dessen Branche schon mehrfach ein jähes Ende prophezeit wurde. Dahinter tummelt sich Amerikas Tech-Elite um Apple, Microsoft, Al­phabet und Amazon, allesamt mit mehr als einer Billion Dollar bewertet. Davon können hiesige Unternehmen nur träumen. Haben sie den Anschluss an die Weltspitze endgültig verloren?

          Zur Aufarbeitung jenseits der Schlagzeile gehört zunächst das Eingeständnis, dass der Abstieg der Eu­ropäer im Allgemeinen und der Deutschen im Besonderen nicht neu ist. In der Vergangenheit hielt zwar stets noch der Softwarekonzern SAP das deutsche Fähnlein hoch. Nach kräftigen Kursverlusten fielen jedoch auch die Walldorfer aus dem elitären Hunderterclub heraus. Bezeichnend, dass Europa nicht nur kein zweites Apple oder Google in seinen Reihen weiß, sondern nicht einmal ein zweites SAP. Warum?

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