https://www.faz.net/-gqe-9jncd

Digitale Welt : Der Wert der Daten

Datenlieferanten. Bild: Reuters

Facebook muss sich ändern, sagt das Kartellamt. Das provoziert eine neue Debatte über Daten. Wenn sie das neue Öl sind, warum bekommen wir dann so wenig dafür?

          6 Min.

          Sie meditieren gern und Sie mögen Bilder von Salvador Dalí? Das ist schön für Sie. Wenn Sie das neuen Bekannten erzählen, ist das eine Einladung zum Smalltalk – viel mehr kann man mit dieser Information nicht anfangen. Doch das ändert sich, wenn Facebook das alles über Sie weiß. Wenn nämlich die Daten von Tausenden Facebook-Nutzern kombiniert werden, dann stellt sich heraus: Die genannten Vorlieben sind Anzeichen dafür, dass Sie für neue Erfahrungen offener sind als andere Leute.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eine Studie von Psychologen der Universitäten Cambridge und Stanford hat gezeigt, dass Computer anhand von Facebook-Profilen schon vor vier Jahren eine Person besser einzuschätzen wussten, als deren eigene Familie es konnte. Zuvor war es bestenfalls Intuition, dass Liebhaber von Dalís zerfließenden Uhren häufig nach allen Seiten hin ziemlich offen sind. Jetzt ist klar: So sind nicht nur Dalí-Fans, sondern oft auch die Anhänger der Meditation. Werber könnten diese Information nutzen und neue Marken, neue Produkte vor allem bei Leuten bewerben, die sich auf Facebook gleichermaßen als Freunde von Dalí und Meditationstechniken zu erkennen geben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Klärungsbedarf: Zübeyde und Peter Feldmann am Abend der Wiederwahl des Oberbürgermeisters

          Feldmann und die Kita-Affäre : Gut bezahlte Nebenrolle

          Als Zübeyde Temizel noch am Konzept für eine Kita in Wiesbaden gearbeitet haben soll, besichtigte Peter Feldmann schon die „Dostluk“-Baustelle in Frankfurt. Und das ist längst nicht die einzige Ungereimtheit in der Sache.
          Demonstrierende am 17. Januar in Nairobi: Mit einem Banner mit der Aufschrift „End Inequality; Time is Now“ gehen die Kenianer auf die Straße, um für gerechtere Lösungen in Wirtschafts- und Menschenfragen zu protestieren.

          Fehlende „Good Governance“ : Reichtum und Elend in Afrika

          Der Kontinent ist gespalten: In Afrika genießen staatsnahe Unternehmer geschützte Positionen bis hin zu Monopolen, während ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Eine gute Entwicklung sieht anders aus.