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Alexander Armbruster (ala.)

Disney gegen Netflix : Der Superhelden-Dienst

Der Streaming-Anbieter Netflix bekommt nun seinen bislang gefährlichsten Konkurrenten. Kann Reed Hastings gegen „Star Wars“, Marvel und die „X-Men“ bestehen?

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          140 Millionen Abonnenten, 160 Milliarden Dollar Börsenwert, mehrere Oscars: Der Streaming-Anbieter Netflix hat derzeit Beachtliches vorzuweisen – in einem hart umkämpften Markt.

          Doch nun ist mit Disney ein neuer Wettstreiter hinzugekommen, der gefährlicher ist für den Pionier als alle bisherigen. Denn der Unterhaltungskonzern verfügt schon jetzt über sagenhafte eigene Inhalte. Dazu zählen „Star Wars“, die „X-Men“-Reihe, die Marvel-Superhelden, Zeichentrickklassiker oder beliebte Animationsfilme.

          Ein Blick auf die Rangliste der Filme, für die Menschen auf der ganzen Welt bislang das meiste Geld an der Kinokasse ausgaben, zeigt die Brisanz: dort dominiert eindeutig die Phantastik. Für den demnächst anlaufenden Teil „Avengers: Endgame“ sagen Fachleute Rekorde voraus.

          Neben den Inhalten ist der von Disney in Aussicht gestellte Preis eine Kampfansage, der deutlich unterhalb des günstigsten Netflix-Abos liegt. Und schließlich dürfte Disney – im Gegensatz zu Amazon oder Apple – auch keine Marktwächter alarmieren, die gebündelte Online-Angebote langsam kritischer sehen.

          Kurzum: Netflix-Chef Reed Hastings könnte Superhelden-Kräfte selbst gut brauchen.

          Alexander Armbruster
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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