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Mobilitätswende : Der Preis des Elektroauto-Wunders in Norwegen

Öffentliche Ladesäulen für Elektroautos in Oslo Bild: Thomas Haugersveen/VU/laif

Norwegen gilt als Eldorado der Elektromobilität. Doch was lange Bewunderer fand, droht zu verblassen – und kostet Milliarden Euro.

          3 Min.

          In Norwegen befinden sich Elektroautos weiter auf der Überholspur. 2018 betrug ihr Anteil an den neu zugelassenen Fahrzeugen mehr als 30 Prozent, wie der dortige Straßenverband diese Woche bekanntgab. Der Nissan-Leaf führt die Rangliste an, dahinter folgen der E-Golf von VW und der BMW i3. Schon 2017 hatte jeder fünfte Neuwagen einen elektrischen Antrieb und stellten Elektroautos zusammen mit Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen als Mischform aus Batterie und Verbrennungsmotor erstmals die Mehrheit unter den Neuwagen. Norwegen sieht sich damit auf gutem Weg, wie geplant von 2025 an nur noch Elektrofahrzeuge und keine neuen Verbrenner auf die Straße zu bringen.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Allerdings täuscht der Blick auf die Neuzulassungen über den unverändert von Benzinern und Diesel dominierten Bestand hinweg. So kommen auf die 5,4 Millionen Norweger mittlerweile zwar annähernd 200.000 Elektroautos – je Einwohner so viele wie nirgends auf der Welt. Gemessen an den 2,7 Millionen Autos sind aber selbst das gerade einmal 6 bis 7 Prozent. Einschließlich Hybrid-Modellen kommt man auf rund 10 Prozent. Heißt im Umkehrschluss: 9 von 10 Norweger vertrauen noch immer auf Verbrenner. Es ist also noch ein weiter Weg in die vollends elektrische Zukunft.

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