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Datenvolumen sparen : Fünf Tipps, damit das Internet trotz Corona stabil bleibt

Videos gehören zu den größten Datenfressern. Bild: dpa

Der Internetverkehr hat sich durch Corona massiv erhöht. Die Netze halten das bis auf Weiteres aus – doch damit das so bleibt, gibt es nun Tipps, die jeder zu Hause Festsitzende befolgen kann.

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          Die Folgen der Corona-Epidemie unterziehen die Datennetzte einem starken Belastungstest. Doch halten Anbieter Sorgen vor einen einem Ausfall der Mobilfunknetze für unbegründet. Alle große Netzbetreiber berichten zwar von einer stärkeren Inanspruchnahme ihrer Netze, weisen aber auf große Reserven und die Möglichkeit zur Aufstockung der Kapazitäten hin.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Nach einer Analyse des österreichischen Vergleichsportals tarife.at ist die Datengeschwindigkeit im Internet seit Montag zwar um rund 11 Prozent gesunken, doch das Netz sei dennoch stabil. Damit das trotz Homeoffice, Schulunterricht im Netz und vermehrtem Videostreaming so bleibe, haben die Fachleute fünf Empfehlungen für weniger Datenverbrauch im Internet veröffentlicht.

          Erstens: Die Medidatheken der Sender seltener anzapfen. Lineares Fernsehen, TV über Satellit oder Kabelfernsehen benötige weit weniger Bandbreite.

          Zweitens: Schaut man Video on Demand, sollte man dieses auf HD-Auflösung begrenzen. Die sei ebenfalls hervorragend und benötige nur rund ein Fünftel der Bandbreite von UHD oder gar 4K. Über die Idee, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von einer höheren auf die Standard-Auflösung herunterzuschrauben, sprach die EU-Kommission auch schon mit Netflix, wie sie am Mittwoch mitteilte. Netflix ging darauf am Abend ein, so will der Dienst im Schnitt 25 Prozent weniger Datenverkehr verursachen. Die Streaming-Nutzer bekämen dennoch einen Dienst von „guter Qualität“, versicherte er.

          Drittens: Videos und Serien vorladen und dann offline schauen. Um das Netz in der Primetime zu entlasten, sollten Lieblingsserien und andere Videos zu ruhigeren Tageszeiten, etwa in der Nacht oder am Vormittag, heruntergeladen werden, um sie dann später offline anzuschauen.

          Viertens: Social Media auf Diät schalten. Viele Apps der sozialen Netzwerke bieten einen „Data Saver“ oder Datensparmodus an, etwa die Instagram-App. Auch in den Einstellungen von iOS und Android findet sich eine entsprechende Option, die dann für alle Apps gilt. Im neuesten iOS findet man sie zum Beispiel unter Einstellungen > Mobiles Netz > Datenoptionen > Datensparmodus. Die Funktion kann auch generell für jeden hilfreich sein, der am Ende des Monats mit seinem Datenvolumen häufig nicht auskommt.

          Fünftens: Bandbreite beim Musikhören einsparen. Wem es nicht um das Video zu einem Song, sondern nur um die Musik geht, sollte seine Lieblingstracks zum Beispiel über Spotify anstatt über Youtube hören. Und auch Spotify bietet die Funktion an, ganze Wiedergabelisten im Voraus herunterzuladen, anstatt sie laufend zu streamen.

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