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Datenschutz : Vestager ermahnt Apple im Streit mit Facebook

  • Aktualisiert am

Das Logo von Apple am Eingang des Geschäfts an der 5th Avenue in Manhattan Bild: Reuters

Apple will, dass Nutzer ausdrücklich zustimmen müssen, bevor ihre Daten über Apps und Websiten gesammelt werden können. EU-Wettbewerbskommissarin Vestager mahnt nun, das Unternehmen müsse alle Apps auf seiner Plattform gleich behandeln.

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          Im monatelangen Datenschutz-Streit zwischen Apple und Facebook hat die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den iPhone-Hersteller ermahnt. Apple müsse alle Apps auf seiner Plattform gleich behandeln, sagte sie am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Zwar gehe es im Streit der amerikanischen Konzerne zunächst um den Datenschutz. „Es könnte aber um Wettbewerb gehen, wenn gezeigt wird, dass Apple die eigenen Apps nicht genauso behandelt.“ Bislang seien keine entsprechenden Beschwerden eingegangen. Ein Stellungnahme von Apple lag zunächst nicht vor.

          Apple hatte im Juni angekündigt, dass Nutzer seines Smartphone-Betriebssystems IOS in Zukunft ausdrücklich zustimmen müssen, bevor ihre Daten über Apps und Websiten hinweg zusammengetragen werden können. Werbeexperten gehen davon aus, dass die meisten Nutzer dies ablehnen werden.

          Facebook läuft gegen die Pläne Sturm und hat sie in ganzseitigen Zeitungsanzeigen kritisiert. Das soziale Netzwerk spricht von wettbewerbsfeindlichem Verhalten, da Apples eigene Werbeplattform ausgenommen sein werde. Der iPhone-Hersteller widerspricht dem und hat erklärt, auch die eigenen Entwickler müssten sich der Vorgabe unterwerfen. Allerdings zeichne Apple das Verhalten seiner Nutzer nicht auf diese Weise auf.

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