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Dara Khosrowshahi : Das freundlichere Uber-Gesicht

Dara Khosrowshahi, Vorstandsvorsitzender von Uber, bei einer Start-up-Konferenz im Juni 2018 in Berlin Bild: dpa

Dara Khosrowshahi kommt aus einer iranischen Unternehmerfamilie. Zu Uber wurde er geholt, um den Fahrdienst börsenreif zu machen. Und um Ruhe in die Firma zu bringen. Dennoch legt er sich sogar mit Präsident Trump an.

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          Dies hätte Travis Kalanicks Moment im Rampenlicht sein sollen. Der von ihm mitgegründete Fahrdienst Uber hat jetzt seinen Börsenprospekt vorgelegt und damit den Countdown für sein Debüt an der Wall Street gestartet. Der Börsengang ist für jedes Unternehmen ein Großereignis, weshalb sich hier oft die Gründer prominent in Szene setzen lassen, zum Beispiel indem sie an dem Tag die Glocke zur Eröffnung des Aktienhandels läuten. Google-Mitgründer Larry Page machte bei diesem Ritual ebenso mit wie Mark Zuckerberg von Facebook oder – erst vor wenigen Wochen – Logan Green und John Zimmer von Ubers schärfstem amerikanischem Rivalen Lyft.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Aber Kalanick ist bei Uber außen vor. Nach einer Serie von Skandalen musste er vor knapp zwei Jahren seinen Posten als Vorstandsvorsitzender räumen. Das öffentliche Gesicht von Uber ist kein Gründer mehr, sondern ein von außen rekrutierter Manager. Dara Khosrowshahi, der vom Reiseportal Expedia kam, sollte nach den turbulenten Zeiten am Ende der Kalanick-Ära Ruhe ins Unternehmen bringen und es auf den Börsengang vorbereiten. Er ist nun kurz davor, diesen Meilenstein zu erreichen und steht dabei unter aufmerksamer Beobachtung. Denn schon lange dürfte kein Neuzugang an der Börse mit so viel Spannung erwartet worden sein wie der von Uber.

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