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Nach Update : Corona-Warn-App gibt es jetzt für ältere iPhone-Modelle

  • Aktualisiert am

Die Corona-Warn-App auf einem iPhone 5s Bild: dpa

Acht Monate nach ihrer Einführung steht die Corona-Warn-App nun auch Besitzern älterer Smartphones zur Verfügung. So könnte sich die Zahl der aktiven Nutzer um mehr als eine Million erhöhen.

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          Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neueste Version steht seit Mittwoch im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden lang dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

          Das Robert Koch-Institut (RKI), das die Corona-Warn-App des Bundes offiziell herausgibt, kommt mit der neuen Version 1.12 der Forderung nach, die Nutzung der Tracing-App auch den Besitzern von älteren Smartphones zu ermöglichen. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem iOS 13 oder 14 laufen kann. Die aktuelle Version der App gibt sich nun auch mit iOS 12.5 zufrieden, das auch auf dem iPhone 5s oder 6 läuft.

          Neu in der App-Version 1.12 ist auch eine Begegnungshistorie, die Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen soll, das eigene Risiko besser einzuschätzen. Auf der Startseite der App wird im Falle mehrerer Risikobegegnungen nur das Datum der jüngsten Begegnung angezeigt. In der Begegnungshistorie werden nun auch die Tage der anderen Begegnungen aufgelistet.

          Kontakthistorie als private Gedächtnisstütze

          Das ebenfalls integrierte Kontakt-Tagebuch diene hingegen als private Gedächtnisstütze und laufe unabhängig vom Kontakt-Tracing-System der Corona-Warn-App, betonten die App-Macher. „Daher ist es sehr wichtig, zwischen den persönlichen Einträgen im Kontakt-Tagebuch (Orte und Personen) und dem Tracing-System der App zu unterscheiden.“ Aus Datenschutzgründen wisse die Corona-Warn-App nicht, an welchen Orten die Menschen waren oder wen sie getroffen haben.

          Über die App haben bislang über 240.000 Personen, die selbst positiv getestet wurden, ihre Mitmenschen vor gefährlichen Begegnungen gewarnt. Bei einem geschätzten Durchschnittswert von fünf Begegnungen mit anderen App-Nutzern dürften damit über eine Million Warnhinweise ausgelöst worden sein. Für eine flächendeckende Warnung vor gefährlichen Begegnungen ist allerdings der Nutzungsgrad zu gering.

          Die App wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal in den Stores von Apple und Google heruntergeladen. Die Zahl der aktiven Anwender liegt allerdings weit unter diesem Wert. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen weiterhin genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.

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