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Michael Spehr (misp.)

Kampf gegen die Pandemie : Die Corona-Apps kommen zu spät

  • -Aktualisiert am

Eine Frau blickt in Berlin auf ihr Smartphone Bild: dpa

Wenn die Apps in Deutschland verfügbar sind, wird die Zahl der Infizierten sechsstellig sein. Die Nachverfolgung von Infektionsketten ist damit sinnlos.

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          Die Idee einer Corona-App, die datensparsam Kontaktpersonen von Menschen ermittelt, die sich mit dem Virus infiziert haben, ist in den vergangenen Tagen allerorten begrüßt worden. Jetzt spricht sich auch eine Initiative von 130 Wissenschaftlern aus acht europäischen Ländern für Corona-Tracing-Apps aus. Die Bundesregierung will um den 16. April eine App präsentieren, wahrscheinlich die aktuell vom Heinrich-Hertz- und Robert-Koch-Institut entwickelte. „Wenn mehr als 60 Prozent der Bevölkerung eine solche App nutzen, sei ein Erfolg gesichert“, heißt es am Mittwoch in einer Pressemeldung.

          Hier wird man leider widersprechen müssen. Denn wann sind Apps erfolgreich? Die Apps verfolgen die Idee, Infektionsketten nachverfolgen zu können, und sie setzen auf die Bluetooth-Technik. Begegnen sich zwei Menschen und kommen sie sich näher als zwei Meter, wird der Vorgang mit einer anonymen ID im Gerät gespeichert.

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