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Robuster gegen das Virus : Die rettenden Roboter kommen

  • -Aktualisiert am

Das interessiert auch die Kanzlerin: Angela Merkel besuchte im Mai 2019 die Munich School of Robotics and Machine Intelligence. Bild: dpa

Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig Technologie ist, um Gesellschaft und Wirtschaft widerstandsfähiger zu machen. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Intelligente Roboter haben das Potential, unseren Alltag schon in naher Zukunft nachhaltig zu erleichtern. Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus wird besonders deutlich, welche Weichen in Forschung, Entwicklung und Translation gestellt werden müssten, damit wir diese größtenteils noch in den Kinderschuhen steckende Schlüsseltechnologie zum Wohle der Gesellschaft und zur Sicherung ihrer flächendeckenden Versorgung einsetzen können. Derzeit opfert sich das medizinische Personal auf und muss Risiken ausgesetzt werden. Das müsste nicht sein, hätten wir unsere Hausaufgaben gemacht und die nötigen Roboterwerkzeuge rechtzeitig bis zur Marktreife entwickelt. Hier kommt ein Fahrplan in sechs Abschnitten.

          Teil I: Die Ungewissheit

          In Zeiten der Corona-Krise sitze ich – wie im Grunde alle Kolleginnen und Kollegen – in den eigenen vier Wänden und übe, in audiovisueller Vernetzung mit der Welt, einen Großteil meiner Tätigkeiten von meinem Laptop aus. Diese privilegierte Situation verdeutlicht mir eine große Schwachstelle unseres gefeierten Informationszeitalters mit all seinen großen wie kleinen Versprechen: Die Abhängigkeit unserer Gesellschaft von der physischen Präsenz zahlreicher systemrelevanter Menschen an neuralgischen Punkten ist so umfassend – seien es Ärzte, Pflegepersonal, Verkäufer oder Angestellte in Logistik und Produktion –, dass aktuell ganze Volkswirtschaften und Märkte in beängstigender Form ins Wanken gebracht werden; wohlgemerkt auch jene, welche mehr ,digital‘ als ,real‘ existieren. Je länger die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen andauern, desto prekärer wird die Situation für uns alle. Medizinische Versorgung, soziale Interaktion und Versorgung des Alltags sind auch im Digitalzeitalter noch abhängig von körperlicher Präsenz.

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