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Paketflut in Corona-Zeiten : Wem der Retouren-Wahnsinn Arbeit macht

  • -Aktualisiert am

Pakete liegen in einem Paketzentrum von Deutsche Post und DHL in Berlin. Bild: dpa

Beim Einkaufen in der Pandemie ist das Internet oft das Mittel der Wahl. Wie viel zurückgeschickt wird, hängt vom Artikel ab: Bei manchen Produkten ist es jede zweite Bestellung.

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          Ob Mountainbike, klassisches Fahrrad oder E-Bike: Das Fahrrad gehört zum liebsten Fortbewegungsmittel der Deutschen. Davon profitiert auch die in Stuttgart ansässige Internetstores GmbH, ein Händler, der Räder und Outdoor-Artikel hauptsächlich über das Internet vertreibt. Im Geschäftsjahr 2019/2020 (30.September) wurden allein 250.000 Fahrräder versendet, wie Markus Knöller berichtet, der bei dem zur Signa-Sports-United-Gruppe zählenden Unternehmen für die Logistik verantwortlich ist.

          In der baden-württembergischen Landeshauptstadt betreibt das Unternehmen ein Retourenzentrum zur Bearbeitung von zurückgeschickten Fahrrädern. „Die Rücksendungsquote im Bereich Fahrräder beträgt fünf Prozent“, sagt Knöller. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum so eine Bestellung zurückgeht – das reicht von einem Lackschaden über Defekte an der Mechanik oder beim Elektromotor, wenn es ein E-Bike ist, oder einfach auch nur, weil die Rahmengröße nicht stimmt oder die ausgewählte Farbe nicht passt. Nach dem Auspacken des Rads aus dem Pappkarton wird es an einem Transportsystem aufgehängt und findet so seinen Weg zu einer der Prüfstationen, bei der genau geschaut wird, was möglicherweise defekt ist. In der Regel dauert es zwischen zehn und 45 Minuten, bis alles komplett durchgeprüft und auch repariert ist. „Über 90 Prozent der Fahrradretouren bereiten wir wieder so auf, dass sie als Neuware verkauft werden können.“ Räder mit kleinen Schäden, zum Beispiel mit einem Lackschaden, würden als Ware zweiter Wahl auch wieder verkauft.

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