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Infineon-Chef im Interview : „Die Chipknappheit kann sich bis 2023 hinziehen“

Halbleiter sind sehr begehrt Bild: Getty

Halbleiter sind Mangelware. Der Infineon-Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss spricht darüber, wie die Chipindustrie vom Nachfrageschub überrascht wurde. Und bedauert, dass seine Industrie „geopolitisch zu einem Schwert“ geworden ist.

          7 Min.

          Herr Ploss, Sie sind 35 Jahre im Geschäft, 14 Jahre im Vorstand und neun Jahre Vorstandsvorsitzender von Infineon. Haben Sie als alter Kämpe der Chipbranche so etwas erlebt, was derzeit mit überhitzter Nachfrage und Lieferengpässen abgeht?

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Es gab mal eine Phase Ende der Neunzigerjahre, Anfang dieses Jahrtausends, als die Mobilfunkmärkte mit neuen Technologien rasant gewachsen sind. Da schoss bei uns die Nachfrage durch die Decke. Wir überlegten sogar, die Chips den Kunden auf ge­viertelten Scheiben zuzuweisen. Das explodierte in der Branche geradezu – um dann ganz schnell wieder runterzufallen.

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