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Hackerangriff auf Microsoft : Bricht bald der Cyberkrieg los?

(Bislang) nur eine Übung: Kadetten an der amerikanischen Militärhochschule West Point üben die Reaktion auf einen Cyberangriff. Bild: MICHAEL FALCO/The New York Times

Es ist nicht mal drei Monate her, da wurde Microsoft Opfer von mutmaßlich russischen Hackern. Nun attackieren offenbar chinesische Angreifer den weit verbreiteten E-Mail-Dienst Exchange Server.

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          Die jüngsten Attacken von Hackern aus China haben Microsoft in der Cyberwelt faktisch zwischen die Fronten geraten lassen. Denn binnen weniger Monate musste der Software-Konzern nun einen zweiten schweren Angriff auf seine Systeme feststellen. Nachdem offenbar russische Hacker in einer groß angelegten Aktion vergangenes Jahr Tausende amerikanische Institutionen angegriffen und dabei auch tief in die Netzwerke von Microsoft eingedrungen waren, stehen nun die E-Mail-Programme des Konzerns im Visier – und das hat es in sich.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.
          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Denn die Angriffe auf die Microsoft-Software sind politisch hochsensibel. Sie bringen die amerikanische Regierung auf Kollisionskurs mit Moskau und nun auch Peking. Denn weltweit nutzen zahlreiche Unternehmen, Regierungen, Behörden und Institutionen die E-Mail-Dienste von Microsoft. Vor allem im deutschen Mittelstand und bei deutschen Behörden sind die als Exchange-Server bekannten Programmpakete von Microsoft weit verbreitet. Diese dienen zur zentralen Ablage und Verwaltung von E-Mails, Terminen und Kontakten.

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