https://www.faz.net/-gqe-af9pl

3 Stunden pro Woche für Kinder : China schränkt Zugang zu Computerspielen weiter ein

  • Aktualisiert am

Junge Chinesen spielen auf einer Messe in Hongkong Computerspiele. Bild: AFP

Freitagabend zwischen 20 und 21 Uhr und an Samstagen und Sonntagen jeweils eine Stunde: Das sind die Zeiträume, in denen Chinas Jugend künftig Videogames spielen darf. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur.

          1 Min.

          Minderjährige in China dürfen künftig nur noch drei Stunden pro Woche mit Online-Spielen verbringen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, haben die Behörden neue Regeln eingeführt, wonach unter 18-Jährige nur noch am Freitagabend zwischen 20 und 21 Uhr, an Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen für jeweils eine Stunde spielen dürfen. Zu allen anderen Zeiten soll es Unternehmen untersagt werden, Spiele anzubieten.

          Entsprechende Überprüfungen würden intensiviert, hieß es. Die Unternehmen müssen zudem sicherstellen, dass sich Spieler mit ihrem richtigen Namen anmelden.

          „Geistiges Opium“

          Weil es in China Bedenken gibt, dass Jugendliche durch zu viel Zeit mit Online-Spielen eine Sucht entwickeln könnten, mussten Anbieter schon zuvor ihre Dienste streng regulieren. Zuletzt waren pro Tag eineinhalb Stunden erlaubt, an Feiertagen durfte drei Stunden gespielt werden. In einer staatlichen Publikation waren Videospiele vor einigen Wochen als „geistiges Opium“ für Chinas Jugend bezeichnet worden.

          Die neuen Regeln fallen in eine Zeit, in der die Aufseher die Daumenschrauben im gesamten Technologiesektor anziehen. Insidern zufolge will die Regierung in Peking auch die Börsengänge von chinesischen Technologiefirmen in den USA drastisch einschränken. Die Aktienkurse vieler Unternehmen sind deshalb stark gesunken.

          Weitere Themen

          Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich Video-Seite öffnen

          Anstieg von nur 2,4 Prozent : Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich

          Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus – nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

          Topmeldungen

          Die unbekannte Oberschicht, hier mal wieder reduziert auf maßlos überteuerte Handtaschen.

          Soziologie : Unbekanntes Wesen Oberschicht

          Anders als die Gruppe der Niedrigverdiener und die Mittelklasse ist die reiche Oberschicht soziologisch kaum erforscht. Umso trefflicher lässt sich darüber streiten.
          Nicht ganz zufrieden: Gladbachs Kapitän Lars Stindl

          Gladbach 1:1 gegen Stuttgart : „Das ist total ärgerlich“

          Die Borussia wollte mit einem Heimsieg in der Tabelle der Bundesliga nach oben klettern. Daraus wird nichts. Gegen dezimierte Stuttgarter geraten die Gladbacher gar in Rückstand, gleichen aber noch aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.