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Halbleiter : China erlaubt Globalwafers den Kauf von Siltronic

Ein Mann prüft einen Siliziumwafer (Symbolbild) Bild: dpa

Die chinesischen Behörden genehmigen den Deal unter Auflagen. Die Übernahme des deutschen Halbleiterkonzerns Siltronic durch Taiwans Globalwafers hängt jetzt nur noch an der Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums.

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          Die Übernahme des deutschen Halbleiterkonzerns Siltronic durch Taiwans Globalwafers hängt jetzt nur noch an der Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Am Freitag teilte die chinesische Wettbewerbsaufsicht mit, dass sie das Geschäft unter Auflagen genehmige. Globalwafers würde durch die Übernahme nach der japanischen Shin-Etsu-Gruppe zum zweitgrößten Anbieter von Siliziumscheiben aufsteigen. Die Scheiben (Wafer) sind die Basis für Mikrochips.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die Akquisition bewertet Siltronic mit knapp 4,4 Milliarden Euro. Die chinesische Behörde setzte als Bedingung, dass Globalwafers einen Teil der dänischen Tochter Topsil abspalte, um den Wettbewerb auf dem Markt für 8-Inch-Siliziumscheiben zu schützen. Diese Auflage wurde vorab mit Globalwafers abgestimmt. Die Behörde erwartet zudem, dass das taiwanische Unternehmen chinesische Kunde nicht diskriminiere.

          In Deutschland ein Politikum

          Die Übernahme ist in Deutschland ein Politikum, nachdem Lieferengpässe mit Halbleitern während der Pandemie die deutsche und die europäische Vision beförderten, eine eigene Halbleiter-Industrie aufzubauen oder zu halten. Das Wirtschaftsministerium prüft die Übernahme nach dem Außenwirtschaftsgesetz auf Risiken für die wirtschaftliche Sicherheit. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Freitag, es gebe noch keine Entscheidung.

          Globalwafers hat unter anderem die Möglichkeit der Rückabwicklung angeboten. Am Freitag betonte das Unternehmen, dass vor China schon die Kartellbehörden von Deutschland, Österreich, Südkorea, Taiwan, Singapur, den Vereinigten Staaten und Japan zugestimmt hätten, wie auch der Ausschuss für ausländische Investitionen in Amerika. Siltronic hatte erst vor einer Woche mitgeteilt, dass das Ministerium sich noch nicht geäußert habe, ob und unter welchen Auflagen es das Geschäft genehmigen könne. Fällt bis Ende Januar keine Entscheidung, ist die Übernahme geplatzt.

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