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Chatdienst Telegram : Unbeugsam wie die Spartaner

Ein Bild von Pavel Durov auf einer Demo in St. Petersburg im Mai 2018 Bild: Picture-Alliance

Telegram ist unter linken und rechten Aktivisten beliebt und wird in Deutschland kaum reguliert. Russland wollte den Chatdienst verbieten – und blamierte sich. Jetzt gibt es Hinweise, dass Telegram gerade seine Haltung ändert.

          6 Min.

          Twitter, Facebook, Whatsapp, Google, Youtube, Twitch, Reddit – die Tech-Plattformen greifen durch: Sie löschen Beiträge, machen Gruppen oder Konten dicht und warnen vor Fake News. Manche beugen sich dem Druck der Nutzer, andere dem der Angestellten, wieder andere dem der Werbekunden. Niemand kann sich wegducken.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.
          Gustav Theile
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Fast niemand. Denn während die meisten amerikanischen Plattformen stärker regulieren, was gepostet werden darf, sind viele, die ihre Inhalte nicht mehr verbreiten können, weitergezogen auf eine Plattform, die in Deutschland etwa 8 Millionen und global mehr als 400 Millionen Menschen nutzen: Rechte und Verschwörungstheoretiker, aber auch Linke und Aktivisten – sie sammeln sich auf Telegram, sicher vor Zensur wähnen sie sich dort.

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