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Batteriefabrik : Warum schafft China, was Deutschland nicht hinkriegt?

Arbeiter in einer CATL-Fabrik in Ningde in der südostchinesischen Provinz Fujian. Bild: Picture-Alliance

Ein chinesisches Unternehmen baut bald Batterien für BMW – wahrscheinlich in Thüringen. Warum schaffen das die Deutschen nicht selbst?

          4 Min.

          Wer vor zwei Wochen beim Börsengang des chinesischen Batterieherstellers CATL Aktien gekauft hat, der ist ein glücklicher Mann. Bereits am ersten Tag stieg der Aktienkurs des Unternehmens an der Börse im südchinesischen Shenzhen um 44 Prozent. Wer dann noch nicht verkauft, sondern bis zum heutigen Freitag gekauft hat, der hat auf dem Papier sogar einen Gewinn von satten 186 Prozent gemacht.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Allein am heutigen Handelstag ist das Papier im Preis um fast 6 Prozent gestiegen, nachdem für CATL frohe Kunde aus dem 9000 Kilometer vom Firmensitz entfernten München in die Welt drang. Das chinesische Unternehmen, das erst vor sieben Jahren gegründet wurde, soll für den deutschen Premium-Autohersteller BMW wohl in Thüringen jenes Zulieferteil bauen, das nach mancher Rechnung bis zu 40 Prozent der Wertschöpfung des Automobils der Zukunft generiert: Batterien für Elektroautos.

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