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Nicht weniger Abgase : Carsharing-Illusion

So ein Smart ist doch ein schönes Auto: Das Kalkül der Autohersteller beim Carsharing geht auf. Bild: Reuters

Carsharing sorgt weder für weniger Verkehr, noch für weniger Abgase. Stattdessen verleitet es die Menschen zum Autokauf – Daimler und BMW freut’s.

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          Dinge nicht selbst zu besitzen, sondern nur auf Zeit zu nutzen – das gilt als Megatrend unserer Zeit. Warum noch ein eigenes Auto kaufen, wenn an jeder Ecke ein Carsharing-Fahrzeug herumsteht? Autos miteinander zu teilen soll Umwelt und Verkehr entlasten, versprechen viele Anbieter.

          Doch in der Realität geht diese Rechnung nicht auf, die Menschen verhalten sich anders als dargestellt. Junge Leute nutzen die Angebote, solange sie sich kein eigenes Auto leisten können oder wollen. Spätestens nach dem Studium oder dem Umzug ins Grüne muss das eigene SUV her.

          Unter dem Strich gibt es durch das Carsharing weder weniger Verkehr noch weniger Emissionen, haben Forscher jetzt nachgewiesen. Es scheint vielmehr so zu sein, dass die Angebote Menschen im ersten Schritt zum Autofahren und in einem zweiten zum Autokauf verführen sollen.

          Warum sonst stehen Konzerne wie Daimler und BMW hinter den prominentesten Anbietern? Dass Carsharing in Deutschland trotz großer Marketingaufwendungen noch immer nur von einem Bruchteil der Bevölkerung genutzt wird, ist vor diesem Hintergrund keine schlechte Nachricht.

          Nachhaltige Alternative? : Sharing Economy auf dem Prüfstand

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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