https://www.faz.net/-gqe-9tfs1

F.A.Z. exklusiv : Bundesregierung will staatseigene Datenschätze öffnen

F.A.Z.-Informationen zufolge will die Bundesregierung auf ihrer Digitalklausur Eckpunkte für eine neue Datenstrategie für 2020 beschließen. Bild: dpa

Die Regierung schmiedet einen ehrgeizigen Plan für eine umfassende Datenstrategie. Auf der anstehenden Digitalklausur will sie die Eckpunkte des „ambitionierten“ Papiers beschließen.

          2 Min.

          Auf ihrer Digitalklausur in Meseberg wird die Bundesregierung nach F.A.Z.-Informationen neben Maßnahmen zum Schließen der Funklöcher auch Eckpunkte für eine neue Datenstrategie für 2020 beschließen. Damit will sie sich offenbar vom Mahner zum Motivator wandeln: Das am Freitag in der Staatssekretärsrunde abgestimmte Papier zeigt, dass die Bundesregierung die Deutschen zur Datenverarbeitung ermuntern will – durch Gesetze, finanzielle Förderung und das Öffnen staatseigener Datenschätze („Open Data“). Daten seien eine „Schlüsselressource“, heißt es, für Wohlstand, Teilhabe, prosperierende Wirtschaft und den Umweltschutz, Deutschland schöpfe die Potentiale nicht aus.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Mit den Eckpunkten verfolgt die Bundesregierung einen Mentalitätswandel. Wer in Deutschland Daten verarbeiten will, braucht starke Nerven: Mittlerweile kann schon ein Aushang über Geburtstage der Kollegen im Büro für Ärger sorgen, wie eine Landesbehörde gerade warnte. Über Tech-Konzerne, Algorithmen und Künstliche Intelligenz debattiert man mit mahnenden Vorzeichen. Das sehen Kritiker und viele Wirtschaftspolitiker schon lange als Risiko, denn es drohen Wettbewerbsnachteile bis hin zur Abhängigkeit von etwa Amerikanern und Chinesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. + F.A.S. – Adventsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Türgriffe am Landgericht Bonn, wo schon über die Cum-Ex-Affäre verhandelt wird.

          Steuerskandal : Cum-Ex-Banker gehören nicht in Haft

          Im Steuerrecht zählt der gesunde Menschenverstand nicht viel. Die Cum-Ex-Banker konnten nicht wissen, dass ihr Verhalten verboten war. Der Staat darf sie nicht bestrafen.
          Abschied vom Kollegen: Feuerwehrleute am Samstag vor Beginn der Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Ägidius in Neusäß

          Gewalttat in Augsburg : Mal wieder junge Männer

          Nach dem Tod eines Feuerwehrmannes auf dem Königsplatz in Augsburg stellen sich viele Fragen: Sind junge Migranten heute gewaltbereiter als früher? Und woran starb das Opfer?