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E-Reader : Das sind die besten Abos für E-Books

Langeweile in der Corona-Krise? Lesen hilft. Bild: Picture-Alliance

Die Buchhandlungen haben geschlossen. Auf Bücher muss trotzdem niemand verzichten. Ein Smartphone reicht für den Lesegenuss.

          4 Min.

          Das öffentliche Leben in Deutschland steht still. Bars, Kinos und Museen sind geschlossen. Höchste Zeit, ein gutes Buch zu lesen. Doch auch die Buchläden bleiben in diesen Tagen zu. Abhilfe schaffen E-Books, digitale Bücher also, die auf speziellen E-Readern, auf Computern, Smartphones oder Tablets gelesen werden können. Den Überblick zu wahren ist nicht ganz einfach.

          Anna Steiner

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Geräte gibt es inzwischen von vielen Herstellern. Der am meisten verkaufte E-Reader ist das Kindle, ein Produkt des amerikanischen Online-Händlers Amazon. Der Hersteller verspricht ein Lesegefühl wie bei einem richtigen Buch. Möglich macht das ein besonderes Display, das gleichzeitig den größten Unterschied zwischen einem Tablet und einem E-Reader darstellt. Ein E-Reader braucht keine Hintergrundbeleuchtung, für die Augen ist das schonender als etwa der Blick aufs Handy oder Tablet. Die Optik ähnelt einem Ausdruck. Die Akkus von E-Readern halten bei allen Geräten, ganz gleich von welchem Hersteller, wochenlang.

          Amazon verkauft seine Kindle-Reihe in verschiedenen Ausführungen: die einfachste kostet 80 Euro, eine Luxusvariante namens Oasis mit Leselicht und verstellbarer Farbtemperatur kostet 260 Euro. Auch eine eigene Version für Kinder ist erhältlich. Die führenden deutschen Buchhandlungen bieten mit Kobo als Technologiepartner ebenfalls einen eigenen E-Reader an. Tolino heißt das gute Stück. Dahinter stehen Hugendubel, Thalia, Weltbild, die Mayersche Buchhandlung, Osiander und Libri. Das günstigste Modell gibt es ab 60 Euro online oder in einer der kooperierenden Buchhandlungen zu kaufen. Der dritte große Anbieter auf dem hiesigen Markt ist die Schweizer Firma Pocketbook. Die Geräte sind unabhängig von Buchverlagen oder von Amazon. Alleinstellungsmerkmal ist die Navigation über haptische Tasten in Kombination mit einem Touchscreen. Ein Pocketbook gibt es ab 70 Euro.

          Alle bieten kostenlose Probezeiten

          Für Vielleser ist ein E-Reader sinnvoll. Eigens ein Gerät zu kaufen ist aber nicht notwendig. Gerade für Tester, die sich noch nicht sicher sind, auf welches Angebot sie zurückgreifen wollen, reicht eine entsprechende App. Diese ist mit Handys, Tablets und Laptops kompatibel. Hier gibt es jedoch deutliche Unterschiede, was Kosten und Umfang der Buchauswahl angeht. Die gute Nachricht vorweg: Alle E-Book-Anbieter ermöglichen eine kostenlose Probezeit von bis zu 30 Tagen. So haben Leseratten ausreichend Zeit, in den jeweiligen fiktiven Bücherregalen zu stöbern und sich für das Abo zu entscheiden, das am besten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Allen Anbietern gemein ist zudem die Möglichkeit, monatlich zu kündigen, ein großer Vorteil für die Verbraucher.

          Das billigste Angebot kommt von Readfy. Gelesen werden können hier 130.000 E-Books – entweder direkt im Browser am Rechner oder per App auf dem Smartphone oder Tablet – und das zum Nulltarif. Aktuelle Titel oder Bestseller sucht man hier allerdings meist vergebens. Eine kurze Suche nach den Büchern, die derzeit auf den gängigen Bestsellerlisten ganz oben stehen, ergab keinen Treffer. Stattdessen findet man hier unzählige Liebes- und Fantasyromane, deren Veröffentlichungen schon einige Zeit zurückliegen. Auch Biographien, Belletristik und Fachliteratur bietet Readfy seinen Abonnenten an, ebenso wie fremdsprachige Literatur. Anders als bei anderen Anbietern sind die Bücher jedoch nur im Online-Modus verfügbar. Wer ein Buch ohne Netzzugang zur Verfügung haben will, muss dieses für einen geringen Betrag mieten und hat dann 30 Tage lang darauf Zugriff.

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