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Twtter-Verwaltungsratschef : Mit wem es Musk aufnehmen muss

Bret Taylor Bild: Bloomberg

Der selbsterklärte „Supernerd“ Bret Taylor bietet Elon Musk als Chef des Verwaltungsrats von Twitter die Stirn. Und das ist nur sein Nebenjob.

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          Eigentlich ist Twitter nur sein Nebenjob. Im Hauptberuf ist Bret Taylor einer der beiden Ko-Vorstandsvorsitzenden des amerikanischen Softwarekonzerns Salesforce. Aber die Aufgabe bei Twitter beschert ihm derzeit mehr öffentliche Aufmerksamkeit als er sie bei Salesforce je hatte. Er ist Verwaltungsratschef der Onlineplattform und führt damit das Gremium, das in der Übernahmesaga des Jahres eine zentrale Rolle spielt. Erst hatte er mitzuentscheiden, ob Twitter ein unaufgefordertes Kaufangebot von Elon Musk, dem Vorstandschef des Elektroautoherstellers Tesla, annimmt. Und nun, da der reichste Mensch der Welt die geschlossene Vereinbarung wieder platzen lassen will, findet er sich in der Position wieder, um eine Transaktion zu kämpfen, die er ursprünglich gar nicht wollte.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.
          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Wie er jetzt gezeigt hat, lässt er sich von Musk nicht einschüchtern und ist bereit, schwere Geschütze aufzufahren. Twitter hat eine Klage gegen Musk eingereicht und pocht dabei auf Einhaltung des Vertrags, und zwar zum ausgemachten Preis von 44 Milliarden Dollar. Taylor hat den Fehdehandschuh aufgenommen, auch wenn ein solcher Schlagabtausch seinem Wesen eigentlich zuwiderläuft. Und er nutzte Twitter, um seine Zuversicht zu bekunden, den bevorstehenden Rechtsstreit zu gewinnen. Er tat das auf die ihm eigene kühle und nüchterne Art, wie um sich von Musk abgrenzen, der oft mit beleidigenden Tweets auffällt.

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