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Autotuner Brabus : „Wer Probleme  mit Autos hat, ist  nichts für uns“

  • -Aktualisiert am

Motorhaube: Gründersohn Constantin Buschmann führt bei Brabus das Erbe seines Vaters fort. Bild: F.A.Z.

Welche Umweltdebatte? Der Tuning-Experte Brabus lebt gut von Luxuswünschen und PS-Fixierung – auch dank Instagram und Co.

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          Der Fußballer Cristiano Ronaldo hat eine G-Klasse von Brabus zum Geburtstag bekommen. Der kanadische Rapper Drake hat sich selbst ein getuntes S-Klasse-Coupé von den Autotunern gegönnt. Und die Popsängerin Alicia Keys hat sich gleich ein Boot aus Bottrop bestellt. An prominenten Kunden mangelt es Brabus nicht – nur präsentieren diese inzwischen viel stärker als früher selbst in den sozialen Medien, welche aufgemotzten Gefährte sie sich zulegen.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Für Constantin Buschmann ist das angenehm, wenn ihm die Kundschaft die Werbung abnimmt, schließlich redet man als Unternehmer nicht über die Extravaganzen seiner Käufer. Der geschäftsführende Gesellschafter von Brabus hat das Familienunternehmen in den vergangenen Jahren durchdigitalisiert – halb nach Plan und halb durch Zufall. Schon als der heute 36 Jahre alte Unternehmenschef für das Marketing und den Vertrieb verantwortlich war, hat er stark auf soziale Medien und dort vor allem auf Instagram als Verbreitungskanal für neue Gefährte aus dem Hause Brabus gesetzt. Seitdem er Brabus leitet, hat das noch mal ein ganz anderes Tempo bekommen.

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