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„Black Lives Matter“ : Outdoor-Marken boykottieren Facebook

Einige Outdoor-Marken boykottieren Facebook. Bild: dpa

Einige Unternehmen wollen im Juli nicht auf Facebook und Instagram werben. Der Konzern reagiert prompt.

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          Eine Reihe von Unternehmen will den Facebook-Konzern boykottieren und bis Ende Juli keine Werbung auf Facebook und Instagram schalten. Vor allem Hersteller von Outdoor-Kleidung schlossen sich einem Aufruf amerikanischer Bürgerrechtsorganisationen an.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          „Zu lange hat Facebook darin versagt, ausreichende Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung von hasserfüllten Lügen und gefährlicher Propaganda auf seiner Plattform zu stoppen“, teilte die Outdoor-Marke Patagonia auf Twitter mit. Zuvor hatten The North Face und REI sich dem Boykott angeschlossen. Bisher ist nicht bekannt, ob sich deutsche Unternehmen an dem Protest beteiligen.

          Einige zivilgesellschaftliche Organisationen hatten den Boykott-Aufruf vergangene Woche mit einer ganzseitigen Anzeige in der „Los Angeles Times“ veröffentlicht. Unter der Überschrift „Was würden Sie mit 70 Milliarden Dollar machen? Wir wissen, was Facebook damit getan hat“ werfen sie dem Social-Media-Konzern vor, Anstiftungen zu Gewalt gegen Demonstranten für Rassengerechtigkeit zugelassen zu haben und Nationalisten zu helfen, ihre Positionen zu verbreiten.

          Am Tag nach der Veröffentlichung der Anzeige verkündete Facebook-Ko-Chefin Sheryl Sandberg, dass das Unternehmen mit weiteren 200 Millionen Dollar Unternehmen und Organisationen unterstützt, die Schwarzen gehören. Vizepräsidentin Carolyn Everson teilte als Reaktion auf den Aufruf mit: „Wir haben tiefen Respekt für die Entscheidungen der Marken und konzentrieren uns weiterhin darauf, Hassrede zu entfernen und wichtige Wahlinformationen bereitzustellen“.

          Gemeinsam mit Google dominiert Facebook den Online-Werbemarkt. Fast der gesamte Konzern-Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro im ersten Quartal speist sich aus dem Werbegeschäft. Den Boykott dürfte Facebook also verkraften können. Der Konzern hat die Maßnahmen gegen die Verbreitung von Hassbotschaften zuletzt verschärft und kürzlich eine Anzeige der Trump-Kampagne entfernt, die laut Facebook Nazi-Symbolik verwendete.

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