https://www.faz.net/-gqe-9jztl

Bitkom-Umfrage : Würden Sie Ihren Chef gerne durch KI ersetzen?

Der Roboter „robothespian“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn Bild: dpa

Mit menschlicher Intelligenz lassen sich schöne PR-Erfolge feiern. Das zeigt eine neue Bitkom-Umfrage zum Thema Künstliche Intelligenz.

          1 Min.

          Millionen Deutsche setzen in Künstliche Intelligenz große Hoffnungen. Allerdings anders als bislang gedacht. Drei von zehn Bundesbürgern würden gerne den eigenen Chef komplett durch eine KI ersetzen. Das hat der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen ermittelt.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zu große Zuversicht, dass auf den Chefsesseln bald intelligente Maschinen Platz nehmen, dämpft der Verband. „Künstliche Intelligenz wird in absehbarer Zukunft in den allermeisten Fällen weder Vorgesetzten noch Mitarbeitern die Arbeit komplett abnehmen, sondern sie bei ihrer Tätigkeit unterstützen. Wer hofft, seinen Chef auf diesem Weg loszuwerden, wird sich noch etwas gedulden müssen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

          Was ist daraus zu lernen? Vor allem, dass man auch mit menschlicher Intelligenz schöne PR-Erfolge feiern kann. Die Umfrage-Frage „Würden Sie sich wünschen, dass eine Künstliche Intelligenz Ihren Vorgesetzten komplett ersetzt?“ ist so raffiniert wie naheliegend. Es ist davon auszugehen, dass viele unzufriedene Arbeitnehmer (und es soll ja eine Menge geben) unabhängig von ihrer tatsächlichen Haltung zu KI darauf gerne mit einem „Ja“ antworten.

          Und sollte künftig eine KI die Bitkom-Umfragen gestalten, müsste man sie unbedingt daran messen, ob sie auf die Frage kommt: „Würden Sie sich wünschen, dass ein Mensch Ihren KI-Chef komplett ersetzt?“

          Weitere Themen

          Im Auto gegen den Opel-Kurs

          Protest in Rüsselsheim : Im Auto gegen den Opel-Kurs

          Die Gewerkschaft IG Metall will per Demo-Korso für den Kündigungsschutz trommeln. Das Unternehmen sucht derweil weiter Mitarbeiter, die freiwillig gehen wollen.

          Topmeldungen

          Der Kurs soll steigen: Kurve an der Deutschen Börse in Frankfurt.

          Reform an der Börse : Alle Macht dem Dax

          Die Deutsche Börse wagt den großen Wurf: Nach 33 Jahren soll der Dax von 30 auf 40 Mitglieder vergrößert werden. Was steckt dahinter – und wie kann ein Fall wie Wirecard künftig verhindert werden? Eine Analyse.

          Weihnachten, Silvester, Schule : Darauf haben sich die Länder geeinigt

          Die Ministerpräsidenten haben sich auf einheitliche Kontaktregeln zur Bekämpfung der noch immer zu hohen Corona-Infektionszahlen verständigt. Bis Weihnachten sollen strengere Regeln gelten, zu den Feiertagen werden sie dann gelockert.

          Machtwechsel in Amerika : Trumps kalkuliertes Ende

          Der scheidende Präsident kapituliert scheibchenweise. Es geht ihm um seinen künftigen Einfluss – und um viel Geld. Scheitert sein diabolischer Plan nun an der dilettantischen Ausführung?

          Messerschärfer im Test : Einfach mal schleifen lassen

          Messer müssen regelmäßig geschärft werden. Dabei müssen einige Regeln beachtet werden. Wem die Handarbeit zu mühsam ist, lässt sich am besten von elektrischen Messerschärfern helfen. Wie etwa dem von Wüsthof.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.