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Nach Spotify-Börsengang : Auto 1 ist jetzt das wertvollste Start-up Europas

Christian Bertermann (links) und Hakan Koç sind die Gründer von Auto1 Bild: Dominik Butzmann

Die deutsche Gebrauchtwagenplattform wirkaufendeinauto.de wächst stark und will weiter expandieren. Das Kleingeld dafür ist da, seitdem ein japanischer Technikgigant 460 Millionen Euro investiert hat.

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          Die Gebrauchtwagenplattform Auto 1, die vor allem für die Seite wirkaufendeinauto.de bekannt ist, will durch die Kapitalspritze des japanischen Technologieinvestors Softbank ihr Geschäft auf viele andere Produkte ausweiten. „Wir wollen Händlern dabei helfen, ihre Prozesse im Autohaus zu digitalisieren“, sagte Christian Bertermann, einer der zwei Gründer und Geschäftsführer der Auto 1 Group, der F.A.Z.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Das Start-up fokussiert sich stark auf Expansion und Wachstum. Im nun abgeschlossenen Geschäftsjahr hat Auto 1 seinen Umsatz um 47 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert. Über die Plattformen des Unternehmens wurden 420.000 Gebrauchtwagen verkauft, das sind 120.000 mehr als im Vorjahr. Zum Verlust macht das Start-up noch keine Angaben, in Deutschland arbeite Auto 1 aber schon länger profitabel.

          Geldnot hat Auto 1 indes auch nicht. Denn Anfang des Jahres hat das japanische Technologiekonglomerat Softbank angekündigt, über seinen Vision Fund genannten Investitionsfonds 460 Millionen Euro in Auto 1 zu investieren. Das war nicht nur die bisher höchste Finanzierung für ein deutsches Start-up, sondern auch die erste Investition von Softbank in Deutschland.

          Seitdem wird Auto 1 mit 2,9 Milliarden Euro bewertet, durch den Börsengang des Musikstreamingdienstes Spotify sind die Berliner nun das wertvollste nicht börsennotierte Start-up aus Europa. Allein die Investition von Softbank steht für etwas mehr als 10 Prozent des gesamten Risikokapitals, das im gesamten vergangenen Jahr in deutsche Jungunternehmen geflossen ist, nach Zahlen der Beratung EY waren das 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2017.

          Die Partnerschaft sieht Bertermann als eine gute Basis für weitere Expansion, im Jahr 2017 kamen acht neue Märkte in Europa hinzu. „Softbank hat eine extrem langfristige Vision. Und auch wir sehen das Geschäft nach sechs Jahren noch ganz am Anfang“, sagte Bertermann. Von der Erfahrung des Investors könne Auto 1 profitieren. „Wir sind nun Teil eines internationalen und sehr interessanten Firmennetzwerkes.“

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