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Shazam : Apple greift nach Musikdienst

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Der Musiker Frank Ocean hat auf Apple Music schon eine Radio-Show. Bild: AFP

Apple hat ein Problem: Sein Musikdienst zündet nicht richtig. Jetzt probiert der Konzern es vielleicht mit einem Zukauf – und nimmt dafür Hunderte Millionen in die Hand.

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          Der Technologieriese Apple erwägt die Übernahme des Anbieters der auf Millionen Smartphones weltweit installierten Musikerkennungs-Software Shazam. Ein mit den Plänen vertrauter Insider bestätigte einen entsprechenden Bericht der Website TechCrunch. Demnach sei ein Kaufpreis von 400 Millionen Dollar im Gespräch. Die Übernahme könnte schon am Montag, vielleicht aber auch erst im Lauf der kommenden Woche perfekt gemacht werden.

          Die Shazam-App hilft Benutzern, Musikstücke zu identifizieren. Dazu wird das Smartphone in Richtung der Musikquelle gehalten. Dabei hat Shazam schon 1999 als SMS-Dienst angefangen. Die App an sich ist inzwischen mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen worden, wichtiger für die Nutzung ist aber: Shazam ist bereits teilweise in Apples digitalen Software-Assistenten Siri integriert (ebenso in einigen wenigen Android-Handys, die direkt von Google kommen).

          Apples Musikdienst zündet nicht richtig

          Für Apple ist Shazam attraktiv, weil der Konzern mit der Übernahme seinen Musikdienst Apple Music stärken könnte. Der hat bislang nicht richtig gezündet. Dabei sind Musik-Stremaing-Abos populär geworden: Der Rivale Spotify hat rund 60 Millionen Nutzer weltweit. Viele große Technik-Konzerne wollen ihren Teil vom Geschäft abhaben: Amazon hat ein Musikabo in sein „Prime“-Abo integriert. Im März will auch Google einen Musik-Bezahldienst in Youtube starten. Apple allerdings ist nicht so richtig erfolgreich: Obwohl iTunes und die iPods früher die Musikwelt revolutioniert haben, hat Apple Music bisher nur 27 Millionen Abonnenten gefunden.

          Apple

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          Gewinn macht Shazam derzeit nicht. Würde Apple 400 Millionen Dollar zahlen, würden die jüngsten Investoren auch Verlust machen. Damals stiegen drei Finanzinvestoren ein und billigten dem Unternehmen eine Milliarde Dollar an Wert zu. Auch Universal Music und Sony Music sind an Shazam beteiligt. Shazam war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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