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Apple-Chef Tim Cook : „Eure Daten gehören euch“

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Apple-Chef Tim Cook bei einer Rede an einer Schule in Chicago im März 2018. Bild: AFP

Datenschutz ist das Thema der Stunde in der Tech-Industrie – und laut Apple-Chef Cook ein Menschenrecht. Er stichelt gegen Facebook und Co. und möchte es besser machen als alle anderen.

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          In einer Rede vor Universitätsabsolventen hat sich Apple-Chef Tim Cook von seinen Mitstreitern in der Tech-Branche distanziert. Apple werde in Sachen Datenschutz einen „anderen Weg“ einschlagen, sagte Cook am Sonntag an der Duke University im amerikanischen Bundesstaat North Carolina.

          Zwar nannte Cook in seiner Ansprache keine Namen. Doch seine Aussagen deuteten auf den Daten-Skandal um Cambridge Analytica hin, von dem rund 90 Millionen Facebook-Nutzer betroffen waren. „Wir lehnen die Vorstellung ab, dass man nur dann das Beste aus der Technologie rausholen kann, wenn wir dafür euer Recht auf Privatsphäre eintauschen. Wir wählen deshalb einen anderen Weg: Wir wollen so wenig Daten wie möglich sammeln und sorgfältig und respektvoll sein, wenn sie (die Privatsphäre) in unserer Obhut ist. Weil uns bewusst ist, dass die Daten euch gehören“, so Cook.

          Apple ist jetzt obenauf

          Der Apple-Chef hatte schon zuvor Datenschutz als Menschenrecht und bürgerliche Freiheit bezeichnet. Auch in seiner Kritik an Facebook übte er bislang wenig Zurückhaltung. Als er im März gefragt wurde, wie er mit der Datenaffäre bei Facebook umgehen würde, steckte er in den Schuhen von Chef Mark Zuckerberg, sagte er in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender MSNBC: „Ich würde nicht in so eine Situation geraten.“

          Apple war jahrelang dafür kritisiert worden, dass seine Plattformen vergleichsweise rigide und streng kontrolliert sind, zum Beispiel der App Store. Vor einigen Jahren hieß es, das würde die Innovationskraft dieser Plattformen beeinträchtigen. Jetzt fühlt sich Apple obenauf. Schon auf der Digitalkonferenz SXSW hatte Apple-Manager Eddy Cue kaum verhohlen über die Datensammelei von Google und Facebook gelästert.

          Tim Cook lobt „Me Too“

          In seiner Rede äußerte sich Cook auch zu gesellschaftspolitischen Themen in Amerika. Er lobte die „Me-Too“-Bewegung gegen sexuelle Belästigung und forderte die Absolventen auf, so furchtlos zu sein wie die Frauen, die ihre Stimme erheben. Auch den Überlebenden des Amoklaufs an einer Schule in Florida und all jenen, die sich für die Rechte von Einwanderern einsetzen, zollte er seinen Respekt.

          Cook war selbst einst Absolvent der Duke University. Im Jahr 1988 absolvierte er von der Duke Fuqua School of Business mit einem Master of Business Administration. Seit 2015 ist er Mitglied des Kuratoriums der Universität.

          Nach dem Tod von Steve Jobs im Jahr 2011 übernahm Cook das Amt des CEO von Apple. Davor war er COO des Unternehmens und leitete den Geschäftsbereich Macintosh. Seit er an der Spitze des nunmehr fast eine Billion Dollar schweren Konzerns steht, mischt Apple auch immer mehr in der Politik und bei Themen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit mit.

          Apple

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