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Tech-Branche im Umbruch : Apple rückt von Intel ab

Arbeiten am Apple-Store in der Fifth-Avenue in New York. Bild: AFP

Der Elektronikkonzern setzt bei seinen Macintosh-Computern künftig offenbar auf eigene Mikroprozessoren. Die Sorge um die Leistungsfähigkeit von Intel-Chips spielt wohl eine Rolle.

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          Es war ein Coup für Halbleiterkonzern Intel, als es ihm 2005 gelang, seine Mikroprozessoren in Macintosh-Computern von Apple unterzubringen. Der damalige Apple-Vorstandschef Steve Jobs kündigte den Übergang von IBM und Freescale und deren „Power PC“-Chips zu Intel persönlich an. Er versprach sich davon leistungsstärkere Prozessoren für seine Geräte. Dies war eine Zeit, in der Mac-Computer für Apple noch eine immense Bedeutung hatten. Weder das iPhone-Handy noch der Tabletcomputer iPad waren auf dem Markt.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Seit einigen Jahren kursieren nun aber schon Spekulationen, dass Intel in seinen Mac-Rechnern ersetzen will, und jetzt scheint es tatsächlich bald soweit zu sein: Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ will Apple womöglich schon bei seiner Entwicklerkonferenz in diesem Monat einen Wechsel zu hauseigenen Systemen ankündigen.

          Das Projekt soll intern den Codenamen „Kalamata“ haben. Die selbst entwickelten Prozessoren sollen auf der Technologie von ARM basieren, einem Halbleiterspezialisten, der zum japanischen Softbank-Konzern gehört. ARM-Designs stecken auch in anderen Apple-Produkten wie dem iPhone und dem iPad.

          Reichlich Symbolik

          Während Apple 2005 hoffte, der Wechsel zu Intel würde der Leistungsfähigkeit seiner Produkte helfen, hat es jetzt offenbar die Sorge gegeben, dass es genau daran bei dem Lieferanten zunehmend haperte. Dem Bericht zufolge hatte die Entscheidung damit zu tun, dass Intel die Leistungsfähigkeit seiner Prozessoren zuletzt nicht mehr so schnell steigern konnte wie früher. Dies habe bei Apple fürchten lassen, dass sich die Einführung künftiger Computer verzögern könnte. In internen Tests hätten die eigenen Chips deutlich besser abgeschnitten als diejenigen von Intel.

          Dem Bericht zufolge arbeitet Apple an mindestens drei verschiedenen Chips für seine Mac-Computer. Die Rechner mit den neuen Prozessoren sollen dem Bericht zufolge erst 2021 auf den Markt kommen, der Wechsel solle aber schon jetzt angekündigt werden, um Softwareentwicklern Zeit zu geben, sich darauf einzustellen. Obwohl sich Apple mit dem Chipdesign für die Macs nun dem iPad und dem iPhone annähert, sollen die Computer dem Bericht zufolge weiterhin ein unabhängiges Betriebssystem haben und nicht auf iOS umgestellt werden.

          Die Abkehr von Intel hätte reichlich Symbolik, wenngleich Mac-Computer im Apple-Konzern nicht mehr annähernd so viel Gewicht haben wie früher. Zuletzt standen sie für weniger als zehn Prozent des Konzernumsatzes.

          Und weil Apple am Markt für Personalcomputer einen überschaubaren Anteil hat, dürften sich auch die unmittelbaren Auswirkungen auf die Umsätze von Intel mit PC-Chips in Grenzen halten. In dem Bericht wird allerdings darauf hingewiesen, dass nach dem Schritt von Apple womöglich auch andere Computerhersteller über neue Optionen nachdenken könnten.

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