https://www.faz.net/-gqe-96bd9

Tim Cook : Apple-Chef möchte nicht, dass sein Neffe soziale Netzwerke nutzt

  • Aktualisiert am

Tim Cook leitet das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Bild: Reuters

Wie oft sollen Kinder ins Internet und was sollen sie dort machen. Tim Cook rät ihnen, Computerkenntnisse zu erwerben, spricht andererseits aber auch eine Warnung aus.

          1 Min.

          Der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook hat gemahnt, dass es für den Einsatz von Technologie in der Schule Grenzen gebe. „Ich glaube nicht an die Übernutzung von Technologie. Ich bin keine Person, die sagt, dass wir einen Erfolgt erzielt haben, wenn ihr das die ganze Zeit verwendet“, sagte Cook während er das Harlow-College im britischen Essex besuchte nach einem Bericht des „Guardian“.

          Cook rät Schülern einerseits dazu, Computerkenntnisse zu erwerben – Apple selbst hat ein entsprechendes Programm aufgelegt und unterstützt Schulen auch in Europa. Aber nicht in jedem Fach müsse Technik in großem Umfang eingesetzt werden. Konkret gelte das beispielsweise für Sprachen oder Literatur. „Es gibt immer noch Konzepte, über die man reden und die man verstehen möchte. Bin ich der Ansicht, dass in einem Literatur-Kurs eine Menge Technologie eingesetzt werden sollte? Wahrscheinlich nicht“, erklärte der dem Bericht zufolge.

          Während seines Auftritts äußerte er sich auch zu der für viele Eltern wichtigen Frage, wie früh und in welchem Umfang Kinder zum Beispiel Smartphones, Tablets oder das Internet verwenden sollten. „Ich habe kein Kind, aber ich habe einen Neffen, dem ich manche Grenzen setze“, sagte Cook und fügte hinzu: „Es gibt manche Dinge, die ich nicht erlauben würde; ich möchte nicht, dass sie ein soziales Netzwerk nutzen.“

          Cook schaltet sich mit seiner Äußerung auch in die jüngst wieder zunehmende Debatte darüber ein, welche Folgen die häufige Nutzung von Computern hat. Zwei Apple-Aktionäre schrieben unlängst einen Brief an das Unternehmen, in dem sie verlangen, dass Apple stärker erforscht, ob und welche Abhängigkeiten sich gerade für junge Menschen aus dem häufigen Gebrauch eines Smartphones ergeben.

          Kritik übte unterdessen auch der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook an seiner eigenen Schöpfung: Mark Zuckerberg wandte sich in diesem Jahr wiederholt an seine Nutzer und beklagte, dass Facebook nicht das gewünschte Bedürfnis erfülle, wie er sich das vorstelle. Er kündigte etwa eine Veränderung des persönlichen Nachrichtenstroms (Newsfeed) an und außerdem eine genauere Überprüfung vertrauenswürdiger Nachrichtenquellen.

          Facebook für Kinder : Du musst nicht lügen

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Topmeldungen

          Tsitsi Dangarembga, de neue Friednspreisträgerin des deutschen Buchhandels, am Rednerpult in der Paulskirche

          Verleihung des Friedenspreises : Sturm auf das Rednerpult

          Tsitsi Dangarembga wird mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt. Aber die Verleihung verläuft anders als geplant – nicht nur wegen einer offenen Kampfansage des Frankfurter Oberbürgermeisters an die Buchmesse.
          Vorreiter: Cro veranstaltete bereits Mitte des Jahres die erste deutsche NFT-Auktion überhaupt.

          Cro und Kool Savas : Wie deutsche Rapper NFTs für sich entdecken

          Eistee, Pizza, Wein: Deutsche Rapper haben zuletzt viele neue Märkte erschlossen. Jetzt ist ein Textblatt von Kool Savas versteigert worden – als Non-Fungible Token. Vor ihm hatte Cro die erste deutsche NFT-Auktion überhaupt initiiert.

          Fall Kavala : Erdogan strauchelt und lenkt ab

          Mit der drohenden Ausweisung von zehn Botschaftern will der türkische Präsident von seiner sinkenden Popularität ablenken. Doch die Unzufriedenheit mit Recep Tayyip Erdogan und der AKP wächst immer weiter.
          Nein, Denkmäler stehen nicht für eine abgetragene Schuld: Blick auf Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin

          Erinnerungskultur : Wer leidet denn an der Geschichte?

          Mit großen Gesten hinein in den Small Talk: Per Leo stürzt sich in alle Debatten zum Stellenwert des Holocaust und stolpert dabei von einer verwegenen Behauptung zur nächsten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.