https://www.faz.net/-gqe-9r5fp

Kongress verlangt : Tech-Konzerne sollen E-Mails offenlegen

  • Aktualisiert am

Der Justizausschuss des amerikanischen Kongresses verlangt interne Dokumente von den Tech-Konzernen. Bild: AFP

Werden bald E-Mails von Zuckerberg und Bezos offengelegt? Der Justizausschuss des amerikanischen Kongresses verlangt für seine Untersuchung interne Dokumente von den Tech-Konzernen.

          1 Min.

          Der Justizausschuss im amerikanischen Kongress hat eine breite Auswahl interner Dokumente der vier großen Tech-Konzerne für seine Wettbewerbsuntersuchung eingefordert. Das Google-Mutterunternehmen Alphabet, Apple, Facebook und Amazon sollen unter anderem E-Mails von Top-Managern herausrücken, in denen es um Wettbewerbsthemen geht. Außerdem wollen die Abgeordneten Unterlagen zu allen Behörden-Ermittlungen gegen die Unternehmen sowohl aus den Vereinigten Staaten als auch aus dem Ausland sehen.

          Angefordert sind auch Dokumente, die von den Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren bei der Wettbewerbsprüfung von Übernahmeplänen eingereicht worden waren, wie der Ausschuss am Freitag mitteilte. Das könnte den Fokus der Untersuchung auf Facebook lenken: Die Übernahmen der Fotoplattform Instagram 2012 und des Chatdienstes Whatsapp 2014 stehen besonders häufig in der Kritik. Unter anderem die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Elizabeth Warren fordert, die beiden Dienste von Facebook wieder abzuspalten.

          Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses will auch konkrete Zahlen zu einzelnen Produkten und Diensten sehen. Hier sind die Unternehmen bei der Vorlage ihrer Ergebnisse oft sehr zurückhaltend. So weiß man etwa bei Facebook nicht, wie viel Umsatz Instagram macht, und bei Apple sind zwar die iPhone-Erlöse bekannt, aber nicht die Geschäftszahlen zu seinem App Store.

          Die großen Tech-Konzerne sind in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr ins Visier diverser Wettbewerbs-Untersuchungen geraten. Eine führende Rolle spielt dabei das amerikanische Justizministerium, aber auch die Staatsanwälte von Bundesstaaten leiteten Kartellermittlungen gegen Facebook und Google ein.

          Weitere Themen

          „Moralappelle bringen nichts“

          Raus aus der Klimakrise : „Moralappelle bringen nichts“

          Der Kölner Spieltheoretiker und Verhaltensökonom Axel Ockenfels erklärt im Interview, wo der Knackpunkt im Klimakonflikt liegt – und auf welcher Grundlage das Problem von der Weltgemeinschaft gelöst werden könnte.

          Topmeldungen

          Ist die Welt noch zu retten? Eine Frau bei einer Demo in Lissabon.

          Raus aus der Klimakrise : „Moralappelle bringen nichts“

          Der Kölner Spieltheoretiker und Verhaltensökonom Axel Ockenfels erklärt im Interview, wo der Knackpunkt im Klimakonflikt liegt – und auf welcher Grundlage das Problem von der Weltgemeinschaft gelöst werden könnte.

          Muhammad Bin Salmans Pläne : Der Ölprinz mit der Billion

          Er ist jung und braucht das Geld: Der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman bringt den weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco an die Börse. Damit will er nicht nur das Land reformieren, sondern auch die eigene Macht sichern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.