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„Keine Fortschritte“ : Amerika will nicht mehr über die Digitalsteuer sprechen

  • Aktualisiert am

Die Apps von Google, Amazon, Apple und Facebook auf einem Tablet Bild: AFP

Seit Monaten streiten die Vereinigten Staaten und die EU über die Einführung einer Steuer auf digitale Geschäfte. Jetzt sind die Verhandlungen offenbar in einer Sackgasse geraten.

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          Die Vereinigten Staaten haben nach eigenen Angaben die Verhandlungen mit Vertretern der Europäischen Union über eine geplante Digitalsteuer abgebrochen. Finanzminister Steven Mnuchin habe die Entscheidung getroffen, sagte der amerikanische Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Mittwoch. „Wir haben keine Fortschritte erzielt“, erklärte er während einer Anhörung vor dem Kongress.

          Eine Sprecherin des Finanzministeriums lehnte eine Stellungnahme ab. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, Mnuchin habe in einem Brief vom 12. Juni an Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien um eine Aussetzung der Gespräche gebeten.

          Amerika und mehrere EU-Staaten streiten seit Monaten über die Einführung einer Digitalsteuer. Diese richtet sich vor allem gegen amerikanische Konzerne wie Google oder Amazon, die ihre Umsätze oft nicht dort versteuern müssen, wo sie erwirtschaftet werden. Mnuchin hat mit Auto-Zöllen gedroht, sollten unfaire Digitalsteuern eingeführt werden. 

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