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Chinas Internetkonzerne : Amazons Erzrivale Alibaba steckt Milliarden in Supermärkte

  • Aktualisiert am

Ein Mitarbeiter in einem Sun-Art-Markt in Peking. Bild: Reuters

Amerikas Onlinehändler Amazon hat gerade eine große Investition in eine Supermarkt-Kette durchgezogen. Nun zieht die Konkurrenz aus China auch in diesem Bereich nach - das Wettrennen geht weiter.

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          Der chinesische Internetkonzern Alibaba setzt wie sein amerikanischer Wettbewerber Amazon mit einem Milliarden-Zukauf verstärkt auf stationäre Supermärkte. Für umgerechnet 2,5 Milliarden Euro übernimmt Alibaba einen Anteil von mehr als einem Drittel an Chinas größtem Betreiber von Warenhäusern Sun Art.

          Stationäre Ladengeschäfte seien für Verbraucher unverzichtbar und sollten durch Daten-Technologien und persönlichen Service in der Digital-Wirtschaft gestärkt werden, sagte Alibaba-Chef Daniel Zhang an diesem Montag. Die Beteiligung ziele auf den 500 Milliarden Dollar schweren Lebensmittel-Einzelhandel in China ab. Davon würden rund 85 Prozent „offline“ umgesetzt.

          Alibaba geht dafür ein Bündnis mit dem französischen Supermarktbetreiber Auchan und dem taiwanesischen Konglomerat Ruentex ein. Alibaba übernehme Sun-Art-Anteile von Ruentex und steige damit hinter Auchan zum zweitgrößten Anteilseigner auf.

          Sun Art betreibt in China rund 450 große Verbrauchermärkte unter den Marken Auchan und RT-Mart. Alibaba hat seit dem Jahr 2015 bereits mehr als 9,3 Milliarden Dollar in Ladengeschäfte investiert. Amazon war im Sommer mit der Übernahme der amerikanischen Biokette Whole Foods Market für fast 14 Milliarden Dollar in großem Stil in den Vereinigten Staaten in den Handel mit frischen Lebensmitteln eingestiegen und hatte mit dem Zukauf weltweit die traditionellen Handelsfirmen aufgeschreckt.

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