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Tech-Konzern : Amazon hat immer mehr Geschäftskunden

Jeff Bezos ist durch die Gründung von Amazon der reichste Mann der Welt geworden. Bild: Reuters

Als Onlinhändler gestartet, ist Amazon längst mehr als das. Nun hat der Konzern in einem wachsenden Bereich neue Details verraten.

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          Amazon ist als Einkaufsplattform für Endverbraucher bekannt geworden. Aber der Online-Händler bedient auch immer mehr Geschäftskunden. Wie er jetzt mitteilte, bringt dieses Segment mittlerweile einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar ein. Insgesamt hat der Konzern 2017 einen Umsatz von 178 Milliarden Dollar erzielt.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Das Unternehmen hat sein Programm für Geschäftskunden, „Amazon Business“, erst im Jahr 2015 gestartet, zunächst in den Vereinigten Staaten, im Jahr danach auch in Deutschland und anderen Ländern. Nach Angaben von Amazon kaufen hier mittlerweile mehr als die Hälfte der hundert umsatzstärksten amerikanischen Unternehmen ein, außerdem viele Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Behörden.

          „Amazon Business“ ist mit zusätzlichen Angeboten zu den herkömmlichen Einkaufsfunktionen auf die Bedürfnisse von Geschäftskunden abgestimmt. Wie Amazon mitteilte, entfällt mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Geschäftskunden auf Drittanbieter, die die Plattform des Unternehmens nutzen.

          Die rasant wachsende Bedeutung des Geschäftskundensegments unterstreicht einmal mehr, wie Amazon seinen Aktionsradius ausweitet. Amazon ist heute viel mehr als ein Online-Händler. Zu einem Vorzeigegeschäft für das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren auch „Amazon Web Services“ geworden, die Sparte für Cloud Computing. Auch sie zielt auf Geschäftskunden ab. Mit ihr stellt Amazon Unternehmen, die ihre Informationstechnik ins Internet verlagern wollen, Computerkapazitäten bereit. Diese Sparte hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Amazon nach Jahren chronischer Ertragsschwäche in den vergangenen Quartalen Milliardengewinne ausweisen konnte.

          Eine bedeutsame Umsatzquelle ist mittlerweile auch Online-Werbung, da Amazon auf seiner Internetseite immer mehr Anzeigen schaltet. Amazon wagt sich auch zunehmend in den physischen Einzelhandel, zum Beispiel mit der im vergangenen Jahr übernommenen Supermarktkette Whole Foods und mit einer Kette von Buchläden.

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