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Vorhersage des Amazon-Gründers : Jeff Bezos: Eines Tages leben 1 Billion Menschen in unserem Sonnensystem

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Nein, das ist nicht Jean-.Luc Picard: Jeff Bezos in einer Kapsel seines Weltraumunternehmens Blue Origin. Bild: Reuters

Nach Amazon gründete Jeff Bezos das Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin. Und bekräftigt nun, warum die Menschen das All unbedingt erschließen müssen.

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          Jeff Bezos ist ein ausgewiesener Science-Fiction-Fan. Als Jugendlicher las er berühmte Romane von Autoren wie Isaac Asimov, Ian Banks oder Robert Heinlein, er mag Star Trek und schaut die Fernsehserie „The Expanse“ gern. Als Unternehmer nimmt er längst das All in den Blick – nachdem er Amazon zu einem Weltkonzern formte, gründete Bezos Blue Origin, was eines Tages ein Weltraumkonzern sein soll.

          Die Zukunft der Menschheit – sie liegt seiner Ansicht nach nicht alleine auf dem Planeten Erde. „Wir stoßen langsam an den absoluten Fakt, dass die Erde begrenzt ist“, bekräftigte er nun auf einer Technik-Konferenz in San Francisco, wie der amerikanische Finanzsender CNBC berichtet. Eine Billion Menschen – ausgeschrieben 1.000.000.000.000 – werden einmal in unserem Sonnensystem leben, sagte er voraus. Sein Unternehmen Blue Origin werde dabei helfen, dies zu erreichen, allerdings sei das wirklich ein Blick in die weiter entfernt liegende Zukunft. „Ich selbst werde nicht mehr am Leben sein, wenn wir diese langfristige Mission erreichen“, sagte Bezos.

          Günstiger Zugang zum All

          Blue Origin solle den Zugang zum All günstiger machen. Alleine im kommende Jahr wolle er, Bezos, „etwas mehr als“ eine Milliarde Dollar in das Unternehmen stecken. Leisten kann er sich das: Durch seine nach wie vor hohe Beteiligung an Amazon – Bezos ist der größte Anteilseigner des Unternehmens – ist er mittlerweile der reichte Mensch der Welt; nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg beläuft sich sein Vermögen derzeit auf mehr als 140 Milliarden Dollar.

          Bezos warb dafür, dass noch viel mehr Unternehmen in das Raumfahrt-Geschäft einsteigen. „Die Dynamik, die ich in den vergangenen 20 Jahren im Internet erlebt habe, wo innerhalb kurzer Zeit wirklich unglaubliche Dinge geschehen sind“, sei auch für die Raumfahrtbranche notwendig. „Wir benötigen Tausende Unternehmen. Wir brauchen dieselbe Dynamik im All, die wir in den letzten 20 Jahren online gesehen haben. Und wir können das tun.“

          Während einer Weltraumkonferenz in Los Angeles zu Beginn dieses Jahres sagte er schon einmal, was die Menschen davon haben könnten, wenn sie das Sonnensystem erschließen, abgesehen von mehr Platz. Die Schwerindustrie etwa könne ins All verlagert, Rohstoffe dort abgebaut und dann zur Erde geliefert werden – aber auch das war, wie er selbst zugab, schon der Blick in die weiter entfernte Zukunft.

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