https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/ajit-pai-absage-fuer-ces-wegen-morddrohungen-15375631.html

Absage von FCC-Chef Pai : Morddrohungen vor Elektronikmesse CES

Der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht FCC, Ajit Pai, hat seine Teilnahme an der landesweit größten Elektronikmesse abgesagt. Bild: dpa

Der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC wird nicht an der Elektronikmesse CES teilnehmen, weil er um sein Leben fürchtet. Kritiker sehen die Gründe für die Absage allerdings woanders.

          1 Min.

          Auf der Elektronikmesse CES, die in der kommenden Woche in Las Vegas beginnt, werden in diesem Jahr neben neuen Produkten auch politische Diskussionen breiten Raum einnehmen. Es soll über Themen wie Einwanderung gesprochen werden, die seit der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten eine besondere Brisanz haben. Auf der Veranstaltung wird auch eine umfangreiche Abordnung aus Washington erwartet. Insgesamt sollen mehr als ein Dutzend Vertreter der amerikanischen Regierung vor Ort sein. Der vielleicht prominenteste von ihnen hat jetzt allerdings abgesagt.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Ajit Pai, der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC, wird – anders als geplant – nun doch nicht nach Las Vegas kommen, um dort an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Medienberichten zufolge hat das mit Morddrohungen gegen ihn zu tun. Pai war zuletzt besonders umstritten und hat sich mit der Entscheidung, die bisherigen Regeln zur Netzneutralität aufzuheben, Unmut in weiten Teilen der Technologiebranche zugezogen.

          Es war daher nach seiner Absage gemunkelt worden, er wolle sich womöglich davor drücken, sich in Las Vegas mit einem überwiegend feindlich gesinnten Publikum auseinandersetzen zu müssen. Die FCC selbst wollte zu den genauen Gründen für Pais Fernbleiben keine Angaben machen. Die CES ist die bedeutendste Elektronikmesse auf amerikanischem Boden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eine Gruppe freigelassener Kriegsgefangener im November 2022 an einem unbekannten Ort auf einem Handout-Foto des russischen Verteidigungsministeriums

          Kriegsgefangene auf Youtube : Fragen an den Feind

          Der Blogger Wolodymyr Solkin verhört auf seinem Youtube-Kanal russische Kriegsgefangene. Die Videos erreichen ein Millionenpublikum und sollen in Russland einen Wandel bewirken.
          Immer Ärger mit Brüssel: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán

          Orbán unter Druck aus Brüssel : Der 22-Milliarden-Euro-Hebel

          Die EU-Kommission verlangt von Ungarn weitreichende Reformen. Es geht nicht nur um die Justiz, sondern auch um Asyl, Unis und LGBTQ. Sonst fließt kein Geld.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.