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Absage von FCC-Chef Pai : Morddrohungen vor Elektronikmesse CES

Der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht FCC, Ajit Pai, hat seine Teilnahme an der landesweit größten Elektronikmesse abgesagt. Bild: dpa

Der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC wird nicht an der Elektronikmesse CES teilnehmen, weil er um sein Leben fürchtet. Kritiker sehen die Gründe für die Absage allerdings woanders.

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          Auf der Elektronikmesse CES, die in der kommenden Woche in Las Vegas beginnt, werden in diesem Jahr neben neuen Produkten auch politische Diskussionen breiten Raum einnehmen. Es soll über Themen wie Einwanderung gesprochen werden, die seit der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten eine besondere Brisanz haben. Auf der Veranstaltung wird auch eine umfangreiche Abordnung aus Washington erwartet. Insgesamt sollen mehr als ein Dutzend Vertreter der amerikanischen Regierung vor Ort sein. Der vielleicht prominenteste von ihnen hat jetzt allerdings abgesagt.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Ajit Pai, der Vorsitzende der amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC, wird – anders als geplant – nun doch nicht nach Las Vegas kommen, um dort an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Medienberichten zufolge hat das mit Morddrohungen gegen ihn zu tun. Pai war zuletzt besonders umstritten und hat sich mit der Entscheidung, die bisherigen Regeln zur Netzneutralität aufzuheben, Unmut in weiten Teilen der Technologiebranche zugezogen.

          Es war daher nach seiner Absage gemunkelt worden, er wolle sich womöglich davor drücken, sich in Las Vegas mit einem überwiegend feindlich gesinnten Publikum auseinandersetzen zu müssen. Die FCC selbst wollte zu den genauen Gründen für Pais Fernbleiben keine Angaben machen. Die CES ist die bedeutendste Elektronikmesse auf amerikanischem Boden.

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