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Signalsender : 5000 Apotheken werden mit Corona-Warn-System ausgestattet

Eine Apotheke in Sulz am Neckar Bild: dpa

Mehr als jede vierte Apotheke in Deutschland soll mit einem eigenen Corona-Warn-System ausgestattet werden. Das soll das Nachverfolgen von Kontakten erleichtern.

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          Jede vierte Apotheke in Deutschland wird in den kommenden Tagen mit einem Corona-Warnsystem ausgestattet. Das geht aus einer Mitteilung der apothekereigenen Unternehmensgruppe Noventi, der Gesundheitsplattform Doctorbox und des Verlags „Wort & Bild“ hervor, die der F.A.Z. vorab vorliegt. Demnach werden in etwa 5000 Apotheken Signalsender installiert, die mit einer App kommunizieren können. Diese App führe ein „digitales Kontakttagebuch“, heißt es. Das System soll den Entwicklern zufolge so funktionieren: Sobald ein Kunde die Apotheke betritt, wird in dem Tagebuch ein Eintrag generiert, dafür sollen keine personenbezogenen Daten übermittelt werden.

          Gustav Theile
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dieses Kontakttagebuch entspreche der Vorlage des Robert-Koch-Instituts, das infizierte Personen ausfüllen müssten. Hat sich einer der Kunden oder Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, melden die Betreiber der Apotheke das über eine digitale Plattform, die Nutzer der App erhalten daraufhin eine Benachrichtigung. Dass sich jemand infiziert hat, erfahren die Apothekenbetreiber von den Patienten selbst oder dem Gesundheitsamt. Alle weniger digital-affinen Kunden werden über Aushänge in der Apotheke informiert.

          Die Entwicklung und Ausstattung der 5000 Apotheken hat laut Unternehmensangaben einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ gekostet. Für die Apotheken soll der Betrieb kostenlos sein. Das System wurde bisher in 200 Apotheken getestet, teilen die Entwickler mit, und soll die Corona-Warn-App des Bundes ergänzen. Diese beziehe sich auf Kontakte von Personen, ihres dagegen auf Orte, sagt der Noventi-Vorstandsvorsitzende Hermann Sommer. „Im Zentrum stehen Orte, an denen viele Personen unterschiedlicher Haushalte ein und aus gehen und das Infektionsrisiko potentiell hoch ist.“

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