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50 Millionen vom Staat : Felix Falk ist ein Kämpfer für Computerspiele

Der Vorsitzende des Computerspieleverbands Game Felix Falk (rechts) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Parlamentarischen Staatssekretärin für digitale Infrastruktur Dorothee Bär (links) Bild: EPA

Der Vorsitzende des Computerspieleverbands Game hat ein wichtiges Ziel erreicht: Die Bundesregierung plant in ihrem Haushalt für das kommende Jahr eine Games-Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro.

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          Wer Felix Falk auf offiziellen Terminen trifft, wird ihn nicht gleich für einen typischen Gamer halten. Das ist aber auch ganz gut so. Denn Falk will als Vertreter der Computerspielbranche ernst genommen werden, wenn er für ihre Interessen wirbt. Das funktioniert im Anzug nun einmal besser als im Kapuzenpullover. Ohnehin ist das Klischee des Gamers als nur vom Bildschirmlicht erleuchtetes Kellerkind längst überholt: Die Hälfte der Deutschen zockt, vor allem mobile Spiele legen zu, was hauptsächlich Frauen anlockt. Inzwischen sind fast die Hälfte der Spieler Frauen, das Durchschnittsalter der Gamer ist auf 36 Jahre angestiegen. Der Grund dafür liegt vor allem an einer Altersgruppe: Denn die Spieler im Alter von über 50 Jahren legen besonders zu. Zwar spielen auf den Plattformen Computer und Konsole hauptsächlich junge Männer, doch ist Gaming eben mehr als nur Fifa und Fortnite.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Für Falk sind Computerspiele gar ein Kulturgut. Auf dem Weg dahin, dass das auch andere so sehen, hat der Vorsitzende des Computerspieleverbands Game nun ein wichtiges Ziel erreicht: Die Bundesregierung hat in ihrem Haushalt für das kommende Jahr eine Games-Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro eingeplant. Solch eine Förderung fordert die Computerspielbranche in Deutschland schon lange. Falk ist als oberster Vertreter naturgemäß besonders laut. „Aktuell sind die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland international kaum konkurrenzfähig“, sagt Falk. In anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder Kanada gibt es ähnliche Förderungen seit einigen Jahren. Die fehlende Unterstützung ist für Falk der Hauptgrund dafür, dass der Marktanteil deutscher Produktion in einem immer größer werdenden Computerspielemarkt immer weiter sinkt. Während das Interesse an Videospielen immer weiter steigt, profitiert die Branche davon nicht.

          Der 39 Jahre alte Musik- und Politikwissenschaftler kennt die Sorgen der deutschen Entwickler seit vielen Jahren. Schon als er von 2004 an das Büro der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag leitete, kümmerte er sich um Computerspiele. Als Geschäftsführer der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) war er für die Altersfreigabe von Videospielen zuständig, als Geschäftsführer der Verbands BIU, der später im Game-Verband aufgegangen ist, durfte er dann auch auf der Spielemesse Gamescom vor der Bundeskanzlerin für Videospiele werben. Zum Zocken kommt Falk selbst kaum mehr, was auch daran liegt, dass er im Nebenberuf Saxophon spielt. Seine Lieblingsspiele „Tag des Tentakels“ und „Monkey Island“ würde Falk auf modernen Konsolen ohnehin nicht mehr zum Laufen bekommen – dafür sind sie einfach zu alt.

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