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30 Jahre Auswertung : Das Ringen um die Autodaten

Fahrzeuge fahren in München über den Mittleren Ring. Vernetzte und autonom fahrende Autos sind fester Bestandteil zukünftiger Mobilitätskonzepte. Die dabei gesammelten Daten sind der Treibstoff. Wie sieht es dabei mit dem Datenschutz aus? Bild: dpa

In modernen Autos fällt eine große Menge an Daten an. Darin liegt ein großes Gewinnpotential – für den, dem die Daten gehören.

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          In diesem Jahr feiert die Auswertung von Autodaten einen runden Geburtstag. Genau 30 Jahre ist es nun her, dass Ingenieure eine Schnittstelle für die „On-Board-Diagnostics“ genannten Fahrzeugdiagnosesysteme standardisierten, um sie in neue Fahrzeuge einzubauen. Seitdem können über einen im Auto installierten Steckplatz Hersteller oder auch Werkstätten auf Daten zugreifen, die in einzelnen Systemen des Fahrzeugs anfallen. Dank der gespeicherten Daten und zugehöriger Fehlercodes können Mechaniker schneller erkennen, was mit einem Auto nicht stimmt und die entsprechenden Reparaturen angehen.

          Die drei Jahrzehnte alte OBD-Schnittstelle war nur der Anfang, im großen Stil Fahrzeugdaten zu analysieren. Moderne Autos sammeln und generieren inzwischen eine Unzahl von Daten. In heutigen Autos stecken bis zu 100 unterschiedliche Sensoren, die Fahrzeuge selbst verfügen über eine Rechenkapazität von fast zwei Dutzend Personalcomputern. Längst braucht es nicht mehr eine stationäre Schnittstelle, damit diese Daten erhoben oder genutzt werden können. Dank Sim-Karten erfolgt die Vernetzung über eine Mobilfunkverbindung und das Internet.

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