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Facebook, TikTok & Co : 10 Social-Media-Strategien für 2020

  • -Aktualisiert am

Milliarden Menschen nutzen Social Media. Bild: dpa

Soziale Medien sind heute der Kanal, über den Unternehmen ihre Markenkerne bilden, und Kunden-Beziehungen pflegen. Was es dabei zu beachten gibt, beschreibt der Social-Media-Fachmann Torben Platzer.

          7 Min.

          4,39 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt sind online, davon benutzen 3,49 Milliarden soziale Netzwerke. Allein in Deutschland sind es 38 Millionen Menschen, die sich auf Facebook, Instagram und Co. aufhalten – im Durchschnitt 2 Stunden und 16 Minuten am Tag.

          Da ist es auch nicht verwunderlich, dass laut einer Umfrage von Statista 94 Prozent der befragten Nutzer angeben, Facebook und andere soziale Netzwerke auch für ihr Unternehmen zu nutzen. Dabei geht es Unternehmen in erster Linie um ihr Produkt, dicht gefolgt von der Möglichkeit, über Social Media neue Mitarbeiter zu gewinnen.

          Wer sich die Nutzungszahlen anschaut, erkennt gleichwohl: Social Media ist schon lange nicht mehr als Kür zu sehen, sondern sollte heutzutage definitiv zu den fest etablierten Kommunikationskanälen eines jeden Unternehmens zählen. Eine aktuelle Studie des Bitkom und des Zentralverbands des Handwerks zeigt hingegen, dass zwar mehr als 90 Prozent der Firmen über ihre Website auf ihr Angebot oder ihre Leistungen aufmerksam machen, jedoch nur 30 Prozent der befragten Unternehmen Social Media dafür nutzen.

          Torben Platzer ist Gründer der Agentur TPA Media in München.
          Torben Platzer ist Gründer der Agentur TPA Media in München. : Bild: TPA Media

          Hier kommen zehn Tipps für den richtigen Umgang mit dieser Technologie:

          #1 Unternehmen sollten auch exklusiv kommunizieren

          In der heutigen Welt buhlt jeder um unsere Aufmerksamkeit. Egal, ob es Werbung im TV, Radio oder auf der Litfasssäule vor dem Bahnhof ist, man in der Fußgängerzone angesprochen wird oder das Wochenblatt im Briefkasten liegt - wir werden überhäuft mit Reklame. Laut einer Studie von Microsoft lag unsere Aufmerksamkeitsspanne im Jahr 2015 schon nur noch bei acht Sekunden, die eines Goldfisches liegt bei neun Sekunden. Schuld daran ist auch die digitale Welt, die uns immer schneller mit neuen Impressionen versorgt.

          Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen mit ihrer Zielgruppe wie in einer Art eigenem Bereich kommunizieren. Dadurch lassen sich Ablenkungen durch Werbebanner, empfohlene Inhalte und andere Störquellen verringern. Es bietet sich beispielsweise an, ein eigenes Forum zu etablieren, etwa eine Facebook-Gruppe zu eröffnen oder die Menschen sogar in eine App wie den Telegram Messenger zu holen. Weniger Ablenkung bedeutet mehr Aufmerksamkeit für das Unternehmen. Es entsteht ein ungestörter Dialog. Ratsam ist, dafür entweder exklusiven Content zu kreieren oder eine exklusive Kommunikation anzubieten, die einen Anreiz bietet, diesem Forum auch beizutreten. Hier ließe sich beispielsweise ein Live-Video in einer Gruppe planen, bei dem der Geschäftsführer interviewt wird, die Community Fragen stellen kann und Einblicke hinter die Kulissen erhält. Das schafft Nähe und baut Vertrauen auf.

          #2 Unternehmen sollten Anreize schaffen

          In den sozialen Netzwerken werden jeden Tag hunderttausende neuer Accounts eröffnet und mit Content bespielt. Unternehmen müssen herausfinden, wie es ihnen gelingt, dass Menschen ihrem Unternehmen auf Social Media folgen - und nicht anderen. Dass der eigene Social Media-Kanal neben der Website als digitale Visitenkarte gesehen und auch über Google gefunden wird, ist ein Aspekt. Der weitaus wichtigere Aspekt ist für Unternehmen, darüber effektivere und mehr Möglichkeiten der Neukundengewinnung und -bindung, des Kundenkontakts zu haben.

          Menschen wollen unterhalten werden, lieben Gamings oder auch Pre-Sales. Anreize können vielfältig sein. Doch es geht letztlich immer darum, Vertrauen zu schaffen und zu stärken. Unternehmen sollten sich die Frage beantworten, welchen Mehrwert Menschen durch ihre Inhalte bekommen. Werden Probleme gelöst und Ideen zur Lösung an die Hand gegeben, so baut das Unternehmen eine essenzielle Bindung zur Person auf und bleibt im Gedächtnis.

          #3 Unternehmen sollten Content kreieren, der geteilt wird

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