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Digitalfestival SXSW : Deutsches Start-Up gewinnt Gründerwettbewerb

Ein Handy und eine App reichen laut Splash bereits aus, um ganz in virtuelle Realitäten einzutauchen. Bild: Unternehmen

Ausgerechnet ein deutsches Unternehmen sticht beim Gründerwettbewerb die Konkurrenz aus. Und das im Heimatland des Silicon Valley. Das Geschäftsmodell: Virtual Reality für alle.

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          Die Vereinigten Staaten sind berühmt für ihre Gründerszene. Hier ist schließlich die Heimat des kalifornischen Silicon Valley, wo legendäre Erfolgsgeschichten geschrieben worden sind. Insofern ist es umso bemerkenswerter, wenn auch junge deutsche Start-Up-Unternehmen auf amerikanischem Boden aufhorchen lassen. Auf dem Digitalfestival South by Southwest in Austin tun sie das nun schon zum wiederholten Mal.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Im zweiten Jahr hintereinander hat ein deutsches Unternehmen den Gründerwettbewerb der Veranstaltung gewonnen. Diesmal schaffte es das Berliner Unternehmen Splash, das in der Kategorie „Virtual Reality“ gewann, einem der Trendgebiete der Technologiebranche. Im vergangenen Jahr triumphierte das Hamburger Unternehmen Sonormed mit „Tinnitracks“, einer Musiktherapie für Menschen, die unter Ohrensausen („Tinnitus“) leiden.

          Insgesamt treten 48 Start-Ups in sechs verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Allein einen Platz zu bekommen, ist eine Leistung, denn wie in den vergangenen Jahren gab es mehr als 500 Bewerber. Neben Splash waren diesmal auch noch zwei andere deutsche Unternehmen im Rennen. Spherie aus Hamburg konkurrierte mit Splash um den Preis für Produkte rund um virtuelle Realität. Lofelt aus Berlin war im Wettbewerb mit einem Armband, das es ermöglichen soll, Musik nicht nur zu hören, sondern zu fühlen, indem es Bassvibrationen durch den Körper fließen lässt. Der für den Wettbewerb verantwortliche Chris Valentine sagte dieser Zeitung., er versuche aktiv, die Veranstaltung internationaler zu machen. Dazu geht er zum Beispiel auf Start-Up-Messen in der ganzen Welt. „Es gibt nicht nur im Silicon Valley unglaubliche Unternehmen.“

          Für Lofelt und Spherie war nach dem Halbfinale am Samstag Schluss, Splash schaffte es dagegen bis zur Endrunde von drei Wettbewerbern am Sonntag und setzte sich schließlich durch. Splash ist ein Spezialist für 360-Grad-Videos, die wie ein Panorama aufgenommen werden können. Solche Rundumaufnahmen ermöglichen es Betrachtern, in eine virtuelle Welt einzutauchen, wenn sie spezielle Videobrillen tragen, wie sie zum Beispiel von Google oder Samsung hergestellt werden. Um Splash zu nutzen, braucht man keine eigene 360-Grad-Kamera, sondern lediglich ein iPhone-Handy, und das Unternehmen bietet dazu eine entsprechende Software („App“) an. „Wir wollen Virtual Reality demokratisieren,“ sagte Michael Ronen, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Splash, bei der Präsentation am Sonntag.

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