https://www.faz.net/-gqe-9egxu

Weiterbildung : Mit mehr Geld auf digitale Zukunft der Arbeit vorbereiten

  • Aktualisiert am

Tablet im Einsatz in einem Bosch-Werk in Bayern. Bild: dpa

Die Arbeitswelt ändert sich, Computer und Maschinen nehmen Menschen immer mehr Aufgaben ab. Die Gewerkschaften fordern mehr Investitionen in Bildung, um die Beschäftigten zu wappnen.

          Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert deutlich mehr Investitionen in die Weiterbildung, um Arbeitnehmer bei der Digitalisierung der Arbeitswelt mitzunehmen. „Die Folgen werden nur von den Menschen akzeptiert und toleriert werden, ob als Beschäftigte oder Verbraucher, wenn die Technologie ihnen dient und nicht sie ihr“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der „Welt“. Bildung und Weiterbildung würden deshalb noch viel wichtiger als bisher. „Hier muss endlich viel mehr investiert werden“, mahnte Hoffmann.

          Der DGB-Chef reagierte auf eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF), wonach nur 46 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland für die Digitalisierung der Arbeitsprozesse gewappnet sind. Schon 2025 dürften Maschinen mehr Arbeitsstunden erledigen als Menschen. Heute betrage der Anteil erst 29 Prozent, heißt es in der Expertise.

          SPD will „Chancenkonto“

          Der stellvertretende SPD-Vorsitzende und hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel bekräftigte in der „Welt“ seine Forderung nach einem „Chancenkonto, das jedem ein lebenslanges Recht auf Weiterbildung garantiert“. Der FDP-Fraktionsvize im Bundestag, Frank Sitta, mahnte, es müsse schon bei den Kindern angesetzt werden. „Dazu müssen Lehrpläne und Ausstattung modernisiert und in die digitale Weiterbildung der Lehrer investiert werden“, sagte er der Zeitung.

          Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping sieht auch den Staat in der Pflicht. „Ohne politische Regulierung kann die Digitalisierung zu einer Art globalen Feudalismus 2.0 verkommen, in dem einige wenige Konzerne willkürlich agieren“, warnte Kipping in der „Welt“. Von den Gewinnen aus der Digitalisierung dürften nicht nur wenige profitieren.

          Weitere Themen

          Was sich 2019 alles ändert

          Neue Gesetze : Was sich 2019 alles ändert

          Eine Reihe von Neuregelungen können zum 1. Januar 2019 kommen – in der letzten Sitzung des Jahres gab der Bundesrat dafür grünes Licht. Eine Verfassungsänderung bremst die Länder aber erst einmal aus.

          „Tarifverhandlungen erneut gescheitert“ Video-Seite öffnen

          GDL-Chef Weselsky : „Tarifverhandlungen erneut gescheitert“

          Die Deutsche Bahn habe ein „beispielloses Schauspiel“ geboten, erklärt Gewerkschaftschef Claus Weselsky. Mögliche Streiks in der Weihnachtszeit oder zu Jahresbeginn seien aber vorerst nicht vorgesehen.

          Glanz, Glitzer und Bling-Bling

          Lichtexperte im Interview : Glanz, Glitzer und Bling-Bling

          Warum sind Weihnachtslichter im Norden warm und dezent, im Süden aber grell und blinkend? Lichtplaner Thomas Römhild spricht im F.A.Z.-Interview über Lichter im Advent, den Respekt vor dem Fest – und ob Weihnachtsbeleuchtung immer gleich aussehen muss.

          Wo unsere Smartphones herkommen Video-Seite öffnen

          Von Afrika über China zu uns : Wo unsere Smartphones herkommen

          Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik nimmt Sie mit auf die Reise.

          Topmeldungen

          EU-Gipfel in Brüssel : Im absoluten Krisenmodus

          Die Stimmung auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist gereizt. Die EU will Theresa May nicht geben, was sie will, die Stimmen aus ihrer Heimat sind vernichtend. Und dann löchert Angela Merkel die Premierministerin noch mit Fragen.

          Neue Gesetze : Was sich 2019 alles ändert

          Eine Reihe von Neuregelungen können zum 1. Januar 2019 kommen – in der letzten Sitzung des Jahres gab der Bundesrat dafür grünes Licht. Eine Verfassungsänderung bremst die Länder aber erst einmal aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.