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Hoffnung auf Wintergeschäft : Rote Zahlen für Zalando

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Gäste kommen beim Modefestival Bread & Butter im September 2017 zur Show des Labels Zalando. Bild: dpa

Ist das Wetter gut, wird weniger online geshoppt – das bekam diesen Sommer auch Zalando zu spüren. Das dritte Quartal enttäuscht. Kann der Winter das Geschäftsjahr noch retten?

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          Der Online-Modehändler Zalando ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 42 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Berlin mitteilte. Damit fiel das Minus etwa viermal so hoch aus wie ein Jahr zuvor.

          Auch operativ lief es schlechter. Bereinigt um Sondereffekte und vor Zinsen und Steuern (Ebit) wies Zalando einen Verlust von rund 39 Millionen Euro aus, nach einem kleinen Gewinn von 0,4 Millionen im Jahr zuvor. Das Unternehmen litt ebenso wie die übrige Textilbranche unter der Hitzewelle in Europa und musste zugleich höhere Kosten für Logistik, Vertrieb und Service stemmen.

          „Wir sind mit unserem finanziellen Ergebnis im dritten Quartal ganz klar nicht zufrieden“, betonte Vorstandschef Rubin Ritter. Dazu habe auch beigetragen, dass Zalando zurückgeschickte Artikel ineffizient aufbereitete. Das ändere aber nichts an dem Ziel, das Geschäft bis 2020 auf zehn Milliarden Euro Bruttowarenvolumen zu verdoppeln. „Im vierten Quartal liegt der Fokus des Teams darauf, das Jahr erfolgreich abzuschließen.“

          ZALANDO SE

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          Im dritten Quartal kletterten die Erlöse lediglich um 11,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. In den ersten beiden Quartalen hatte der Konzern jeweils noch um mehr als ein Fünftel zugelegt. Der Konzern hatte schon mehrfach seine Jahresziele zurückgeschraubt.

          Das Unternehmen hofft jetzt auf das Wintergeschäft. Im Gesamtjahr peilt Zalando nach der jüngsten Prognosesenkung Mitte September ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Spanne von 20 bis 25 Prozent an. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) soll 150 bis 190 Millionen Euro erreichen.

          Anleger suchten nach den Firmennachrichten das Weite: Die Titel fielen im Frankfurter Frühhandel und bei Lang & Schwarz um je rund 2,5 Prozent und waren einer der schwächsten Werte im Nebenwerteindex.

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