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Zalando-Kommentar : Alles für das Wachstum

Zalando liebt den großen Auftritt – hier auf dem Modefestival Bread & Butter. Bild: dpa

Zalando ordnet alles dem Wachstum unter. Doch dabei müssen die Berliner aufpassen, dass sie sich nicht verrennen – auch wenn es weiter Luft nach oben gibt.

          Nicht lange nachdem sie vor zehn Jahren von ihrer Wohngemeinschaft aus anfingen, Turnschuhe im Internet zu verkaufen, hatten David Schneider und Robert Gentz große Wachstumspläne. Innerhalb eines Monats wollten sie den Umsatz von 3 auf 30 Millionen Euro verzehnfachen – und schafften das sogar.

          Jonas Jansen

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für die „Netzwirtschaft“.

          Inzwischen macht das Unternehmen 4,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und will das bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Das hat Zalando noch einmal bekräftigt. Wachstum von mehr als 20 Prozent im Jahr ist für den Online-Händler normal und auch, dass er stärker wächst als der sonstige Modemarkt.

          Dabei muss das Unternehmen, das der Start-up-Zeit nun durch das Alter, aber schon viel früher durch die schiere Größe entwachsen ist, aufpassen, dass es sich nicht verrennt. Zwar steigt die Zahl der Kunden, die regelmäßig auf der Plattform bestellen, doch sinkt die durchschnittliche Größe des Warenkorbs.

          Das bedeutet zunehmende Kosten und mit jedem weiteren Logistikzentrum und jeder Erweiterung in andere Länder wird das Geschäft komplexer. Allerdings kann man den Berlinern nicht vorwerfen, dass sie Trends verschlafen: Wenn sich die Kunden zunehmend mobiler verhalten, macht das Unternehmen dort mit. Und in Technik investiert Zalando weiterhin Millionen.

          Da ist noch viel Raum für Wachstum.

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