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Wissenschaftler trifft Manager : „Der coolste Beruf ist Forscher, der sich mit Computern auskennt“

Bernhard Schölkopf (l.) im Gespräch mit Bosch-CTO Michael Bolle. Bild: Susanne Preuß

Bernhard Schölkopf ist einer der profiliertesten Deutschen in der Künstlichen Intelligenz, Michael Bolle Technik-Vorstand von Bosch. Ein Gespräch über die Herausforderung, vor der Deutschland steht.

          6 Min.

          Jeder zweite Deutsche weiß nach einer aktuellen Umfrage nicht, was Künstliche Intelligenz ist. Können Sie weiterhelfen?

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Schölkopf: Es geht darum, Maschinen etwas beizubringen, was man normalerweise nur von Menschen und Tieren kennt. Ich sage beibringen, weil das durch „maschinelles Lernen“ funktioniert. Das heißt, meistens lernen Maschinen aus Trainingsdaten, wie sich solche Aufgaben lösen lassen.

          Das heißt, ohne Training keine Künstliche Intelligenz?

          Bolle: Genau, das ist das Wesentliche: Systeme lernen zu lernen. Produkte beispielsweise müssen erkennen, wo sie sind und wie sie interagieren, und dann Schlüsse daraus ziehen. So verbessern sie das eigene Verhalten als Maschine. Ihr Auto weiß zum Beispiel, dass Sie zu bestimmen Zeiten an einen bestimmten Ort fahren. Es schlägt diesen Ort proaktiv vor, oder bittet Sie, etwas früher loszufahren, weil viel Verkehr ist. Bei Künstlicher Intelligenz geht es darum, wie die Maschine aus Daten Schlüsse zieht, Muster erkennt und daraus Handlungen ableitet.

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