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Liveübertragung im Fußballl : Wie ein Start-up die Kreisliga auf den Bildschirm bringt

Eine Kamera von Soccerwatch.tv wird am Spielfeld installiert. Bild: dpa

Ein Essener Unternehmen wird mit digitalen Kameras in Zukunft Amateurfußballspiele live ausstrahlen. Die Übertragung soll für einige Klubs kostenlos sein. Mit dem Deutschen Fußball-Bund gibt es schon eine Vereinbarung.

          Das Essener Start-up-Unternehmen soccerwatch.tv hat mit dem Deutschen Fußball-Bund eine Vereinbarung über fünf Jahre abgeschlossen und wird mit neuen vollautomatischen Kameras Amateurspiele bis in die untersten Ligen live auf dem Verbandsportal „fussball.de“ im Internet zeigen. Zudem wird die Möglichkeit angeboten, wie im Profifußball Daten zu Laufleistungen oder Zweikämpfen von Spielern für Traineranalysen zu verwenden.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hauptinvestor hinter Soccerwatch ist die Adesso AG in Dortmund, einer der führenden IT-Dienstleister in Deutschland. Die Technik funktioniert über eine Box mit sechs digitalen Kameras, die zum Beispiel an einem Flutlichtmast befestigt wird und das Spielgeschehen auf dem Platz im Panoramablick aufnimmt.

          Die Übertragung per Sim-Karte, W-Lan oder Lan-Kabel erfolgt in eine spezielle Cloud. Künstliche Intelligenz (mit Parametern wie Laufrichtung, Anzahl Spieler, Ballposition) sorgt dann dafür, dass einzelne Szenen gezoomt werden können.

          Einige Klubs sollen Kameras umsonst bekommen

          Für Vereine kostet die Livekamera 3599 Euro. Sie können Sponsoren in die Übertragungen einbinden. Ansonsten rüstet Soccerwatch in Eigenregie derzeit ganze Städte mit dem System aus (wie Essen und Duisburg) und vermarktet selbst. In diesem Fall können Amateurklubs das Angebot umsonst nutzen. Die Kameras sollen etwa drei Jahre halten. Der DFB hat zudem mit dem konkurrierenden Anbieter Sporttotal einen Vertrag zur Übertragung von Amateurspielen.

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