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Alibaba-Gründer Jack Ma : Chinas Held tritt ab

Jack Ma Bild: Reuters

Jack Ma hat Alibaba gegründet und war Chinas Gesicht in der Welt. Nun nimmt er Abschied. Hat er zu hell gestrahlt? Heller womöglich als die Partei?

          4 Min.

          Im September 2016 fand der G-20-Gipfel zum ersten Mal in China statt. Aus der ganzen Welt flogen Staats- und Regierungschefs nach Hangzhou an der Ostküste. In der Stadt hielt Chinas Kaiser in seinen Palastanlagen Hof. Joko Widodo machte ihm seine Aufwartung, der Präsident Indonesiens. Ministerpräsident Justin Trudeau hatte aus seinem Heimatland Kanada Hummer mitgebracht. Der italienische Regierungschef Matteo Renzi durfte Barolo überreichen. Auch Australiens Ministerpräsident Malcom Turnbull erhielt eine Audienz.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Doch war es nicht Xi Jinping, dem die „Weltführer“ unter Blitzlichtgewitter ihre Ehrerbietung bezeugten, wie die Zeitung „China Daily“ anschließend berichtete. Die globale Elite gab sich der Reihe nach ein Stelldichein bei Jack Ma. Einem kleingewachsenen Mann, der weder in der Kommunistischen Partei noch in der Regierung einen Rang innehatte und dennoch seinem Präsidenten beim größten internationalen politischen Ereignis, das China je ausgerichtet hatte, die Schau stahl. Denn dass er in noch nicht mal 20 Jahren von einem einfachen Englischlehrer aufgestiegen war zum reichsten und bekanntesten Chinesen, hatte sich herumgesprochen.

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