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Virale Falschnachrichten : Neue Beschränkung bei Whatsapp

  • Aktualisiert am

Whatsapp findet sich in Deutschland auf fast jedem Startbildschirm. Bild: EPA

Wer interessante Meldungen an seine Kontakte weiterleiten will, muss sich bei Whatsapp künftig stärker einschränken. Das hat auch mit Lynchmobs zu tun.

          Im Vorgehen gegen die Verbreitung von Falschnachrichten schränkt der Messengerdienst Whatsapp das Weiterleiten von Botschaften ein. Mit den neuesten Versionen könne eine Nachricht fortan nur noch an fünf Empfänger weitergeleitet werden, teilte die Facebook-Tochter am Montag mit. Damit konzentriere sich Whatsapp auf den privaten Austausch von Botschaften mit „engen Kontakten“. Bislang konnte eine Nachricht auf einen Schlag an bis zu 20 Empfänger weitergeleitet werden.

          Eine solche Beschränkung hatte Whatsapp bereits im Juli in Indien eingeführt. Die indische Regierung hatte Druck auf den Messengerdienst ausgeübt, nachdem Mobs mehr als 20 Menschen gelyncht hatten, denen Kindesentführung oder andere Verbrechen vorgeworfen wurden. Die Vorwürfe waren unter anderem über Whatsapp verbreitet worden.

          Von Facebook betrieben

          Whatsapp wurde 2009 gegründet und 2014 von Facebook gekauft. Der Messengerdienst wird nach Konzernangaben weltweit von 1,5 Milliarden Menschen genutzt, die Tag für Tag 65 Milliarden Nachrichten verschicken.

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