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Banking-App : Wenn plötzlich 8,5 Milliarden Euro abgebucht werden

  • Aktualisiert am

Die Banking-App der Commerzbank Bild: Commerzbank AG

8.590.000.000,42 Euro – so viel hatte ein Supermarkt angeblich vom Konto einer Onlinebanking-Nutzerin aus Bayern abgebucht. Der Schock war heftig. Aber kurz.

          Wenn das Geld zum Monatsende knapp wird, kann man schon mal in den Dispokredit rutschen. Dass das Konto aber um rund 8,5 Milliarden Euro im Minus steht, dürfte dann doch eher selten sein. Genau das erlebte aber eine Frau aus der Nähe von Freilassing in Oberbayern, als sie in Ihre Banking-App blickte: Sie sah den Namen eines Supermarktes – und die unglaubliche Summe von 8.590.000.000,42 Euro, die angeblich abgebucht wurden.

          Geschockt eilte die Frau, Kundin der Commerzbank, am vergangenen Freitag in ihre Bankfiliale. Die Kollegen sahen im Computer nach und konnten Entwarnung geben: Es hatte gar keine Buchung stattgefunden.

          Die Anzeige in der App war fehlerhaft gewesen. Grund dafür war nach Angaben der Bank, dass auf dem Handy der Kundin seit längerer Zeit keine Updates mehr für die Commerzbank-App installiert worden waren, die verwendete Version also veraltet war.

          Wie aber kommt die App auf so eine Riesensumme? Es habe sich um einen Geistertext gehandelt, sagte eine Commerzbank-Sprecherin gegenüber FAZ.NET. An dem Platz in der App hätte eigentlich eine Kundeninformation stehen sollen. Die Daten, mit denen dieser übermittelt wurde, habe die veraltete App aber nicht verstanden. Stattdessen habe sie den „nicht-reellen Text“ der riesigen Lastschrift angezeigt.

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