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Datenschutzgrundverordnung : Ein Häkchen für die Datenhoheit

Neue Richtlinien: Soziale Netzwerke, wie Facebook können nun nicht mehr so leicht Daten sammeln. Bild: dpa

Die Deutschen bekommen mehr Macht. Ohne unsere Einwilligung können Facebook & Co. nicht mehr wie wild Daten sammeln.

          6 Min.

          Nicht nur das Wort „Datenschutzgrundverordnung“ ist ein Ungetüm: Auch das dazugehörige Dokument umfasst stolze 88 Seiten mit 99 Artikeln. Doch ein Blick in die neuen Regeln, die die Unternehmen vom 25. Mai an umsetzen müssen, lohnt sich – gerade für die Verbraucher. Denn oberstes Ziel der Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, ist es, die unterschiedlichen Datenschutzbestimmungen von 28 EU-Mitgliedsländern zu vereinheitlichen und dem Verbraucher mehr Rechte zuzugestehen. Die DSGVO ersetzt eine seit 1995 geltende Datenschutzrichtlinie. Besonders für Deutschland ist der Inhalt kein Neuanfang, sondern baut auf Gesetzen auf, die etwa in Deutschland schon länger gelten.

          Anna Steiner

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Bislang konnten Unternehmen sich das Land mit den laxesten Datenschutzbestimmungen praktisch aussuchen. So geschehen im Fall von Facebook: Der Konzern gründete ein Tochterunternehmen, das mit Sitz in Irland für alle Facebook-Nutzer in der EU zuständig ist. Der schwache Datenschutz der Inselrepublik galt damit auch für alle anderen Europäer, die dem Netzwerk angehören. Künftig ist der Datenschutz in allen EU-Staaten gleich. Facebook & Co. können sich damit nicht mehr vor dem Datenschutz drücken. Doch was steckt drin in der Datenschutzgrundverordnung?

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